Schneechaos im Norden: Auf den Sturm folgt klirrende Kälte

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht sowie den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.
Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

10. Januar, 10.32 Uhr: Plan verworfen! Fernverkehr erst ab Samstagmittag

Eigentlich sollte der Fernverkehr im Norden ab 10 Uhr wieder rollen, doch die Deutsche Bahn musste zurückrudern. Die Züge sollen erst gegen Mittag wieder fahren.

10. Januar, 10.18 Uhr: S-Bahnen rollen im 20-Minuten-Takt

Am Samstag kehrt zumindest ein Stückchen Normalität zurück in den Hamburger S-Bahn-Verkehr. Alle Linien fahren wieder, allerdings nur im 20-Minuten-Takt.

Verlässliche Prognosen zum weiteren Betriebsverlauf seien derzeit nicht möglich, der Betrieb werde nach Möglichkeit aufrechterhalten, heißt es auf der Website.

Wer sich vor Fahrtantritt über den DB-Navigator oder die HVV-APP informieren möchte, bekommt derzeit keine verlässlichen Informationen. Durch die Menge der kurzfristigen Fahrplanänderungen in den Systemen ist die Verarbeitung verzögert.

Maßgeblich seien daher die Durchsagen des Personals vor Ort.

Nicht zwingend notwendigen Fahrten soll weiterhin vermieden werden.

10. Januar, 9.40 Uhr: Fernverkehr soll eingeschränkt wieder rollen

Auch bei der Deutschen Bahn kann aufgeatmet werden. Der Fernverkehr in Norddeutschland soll am Samstag schrittweise wieder aufgenommen werden. Der Bahnverkehr im Norden bleibe allerdings stark eingeschränkt, heißt es auf der Website.

Weiterhin sei mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen.

Am Samstag ab 10 Uhr wird der Verkehr auf folgenden Strecken schrittweise wieder aufgenommen:

  • Hamburg - Berlin
  • Hamburg - Frankfurt / Würzburg
  • Hamburg - Ruhrgebiet
  • Hannover - Ruhrgebiet

Ab 12 Uhr sollen auch die Züge zwischen Hannover und Berlin wieder rollen.

Auf folgenden Strecken wird der Fernverkehr am Samstag wegen der Witterungsbedingungen noch nicht wieder aufgenommen:

  • Kopenhagen - Hamburg
  • Amsterdam - Hannover
  • Westerland/Kiel - Hamburg
  • Binz/Stralsund/Rostock - Berlin
  • Norddeich/Emden - Hannover / Ruhrgebiet
Am Samstag sollen die Züge im Norden wieder rollen.
Am Samstag sollen die Züge im Norden wieder rollen.  © Julian Stratenschulte/dpa

10. Januar, 7.54 Uhr: Auf den Sturm folgt klirrende Kälte

Das schlimmste scheint überstanden! Am Samstag soll der Wind im Binnenland rasch abflauen, an der Küste zumindest abschwächen. Bis zum frühen Nachmittag sei aber mit einzelnen Sturmböen zu rechnen, teilt der Deutsche Wetterdienst mit.

Stellenweise gibt es noch Schneeschauer mit Neuschneemengen zwischen einem und drei Zentimetern, an der Ostsee können es lokal bis zu zehn Zentimeter werden. An der Nordsee sind durch den Wind bis zum Mittag Schneeverwehungen wahrscheinlich.

Das Tief bringt zudem eine zunehmend kalte Luftmasse polaren Ursprungs nach Schleswig-Holstein und Hamburg. Während tagsüber leichter Dauerfrost bei -2 Grad erwartet wird, kommt in der Nacht klirrende Kälte. Das Binnenland muss mit bis zu -15 Grad rechnen.

Die Nacht zu Sonntag soll bitterkalt werden.
Die Nacht zu Sonntag soll bitterkalt werden.  © Christian Charisius/dpa

10. Januar, 7.27 Uhr: Winterdienst im neunten Volleinsatz

Seit 2 Uhr in der Nacht zu Samstag ist der Hamburger Winterdienst im neunten Volleinsatz des Jahres. Die 728 Einsatzkräfte sind mit 360 Fahrzeugen in der Stadt unterwegs, um die Folgen des Sturms auf den Straßen zu beseitigen.

"Ein besonderer Fokus bei dem heutigen Einsatz liegt auf der Bearbeitung der Bushaltestellen und Busbuchten. Hierzu befindet sich die SRH in enger Abstimmung mit der Hamburger Hochbahn", so die Stadtreinigung Hamburg in einer Mitteilung.

Trotz des umfangreichen Einsatzes könne es weiterhin glatt sein.

9. Januar, 21.48 Uhr: Sperrung nach Lkw-Unfall auf der A1

Chaos auf der A1: Ein aufgrund der Witterung verunglückter Lkw hat am Freitagabend südlich von Hamburg für eine kurzzeitige Sperrung der Autobahn gesorgt.

Wie ein Reporter mit Verweis auf Polizeiangaben berichtete, habe der Fahrer die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren, der daraufhin mit mehreren Leitplanken kollidiert und entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen gekommen sei.

Die A1 sei zwischen den Anschlussstellen Rade und Hollenstedt kurzzeitig gesperrt worden. Verletzt habe sich der Fahrer nicht.

Auf der A1 ist am Freitagabend ein Lkw aufgrund der Witterung verunglückt. Die Autobahn musste kurzzeitig gesperrt werden.
Auf der A1 ist am Freitagabend ein Lkw aufgrund der Witterung verunglückt. Die Autobahn musste kurzzeitig gesperrt werden.  © JOTO

9. Januar, 21.27 Uhr: Wetterdienst rechnet nicht mehr mit viel Schneefall

Gute Nachrichten vom Deutschen Wetterdienst: Der DWD rechnet nicht mehr mit viel Schneefall im Norden, wie Christian Paulmann, Meteorologe vom Dienst, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte.

Zwar könne es im Laufe des Samstags noch einzelne Schneeschauer geben, bezüglich der Schneemengen sei aber "nicht Großartiges mehr zu erwarten". Vor allem im Nordosten stünden allerdings Tage mit strengem Frost bevor.

Nach dem starken Schneefall am Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst für den Samstag nur noch mit einzelnen Schneeschauern.
Nach dem starken Schneefall am Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst für den Samstag nur noch mit einzelnen Schneeschauern.  © Christian Charisius/dpa

9. Januar, 20.52 Uhr: Busverkehr in und um Hannover komplett eingestellt

In der Stadt und Region Hannover ist der Busverkehr seit circa 19 Uhr komplett eingestellt. Das teilte das zuständige Verkehrsunternehmen ÜSTRA mit.

Zuvor hätten sich mehrere Busse festgefahren oder seien ins Rutschen geraten. Die Sicherheit der Fahrgäste könne dementsprechend nicht mehr gewährleistet werden.

9. Januar, 20.14 Uhr: Metronom-Züge sollen am Samstag wieder fahren

Für Freitag ist der Betrieb eingestellt, aber ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge wieder fahren. Das teilte das Regionalbahnunternehmen am Abend mit.

Mit dem ersten Tageslicht sollen demnach auf allen Strecken Erkundungsfahrten durchgeführt werden - bei einem positiven Ergebnis werde der Betrieb ab circa 10 Uhr wieder aufgenommen.

Allerdings dürfte es sich dabei noch um einen eingeschränkten Betrieb handeln. Fahrgäste sollten sich vor Antritt der Fahrt in der elektronischen Fahrplanauskunft, auf der website oder per WhatsApp informieren.

Ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge im Norden wieder fahren - wenn auch eingeschränkt.
Ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge im Norden wieder fahren - wenn auch eingeschränkt.  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

9. Januar, 20.02 Uhr: Hamburger bei Glätte-Unfall schwer verletzt

Schlimmer Glätte-Unfall im Landkreis Stade: Am Freitag ist ein Lkw-Fahrer aus Hamburg auf der L123 mit seinem Sattelzug verunglückt und schwer verletzt worden.

Laut der Polizei wollte der 60-Jährige zwei Autos überholen, als er aufgrund der Witterung von der Fahrbahn abkam und mit seinem Lastwagen gegen einen Baum krachte. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu.

Der Lkw wurde völlig zerstört. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf circa 30.000 Euro. Die L123 musste zeitweise voll gesperrt werden.

Ein Hamburger Lkw-Fahrer ist am Freitag bei einem Glätte-Unfall im Landkreis Stade schwer verletzt worden.
Ein Hamburger Lkw-Fahrer ist am Freitag bei einem Glätte-Unfall im Landkreis Stade schwer verletzt worden.  © Polizeiinspektion Stade

9. Januar, 19.55 Uhr: Betrieb in Bremen soll am Samstag wieder regulär laufen

In Bremen soll der Bus- und Straßenbahnbetrieb am Samstag wieder regulär aufgenommen werden. Das teilte die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mit.

Aufgrund der anhaltenden prekären Wetterlage könne es aber weiterhin zu Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr kommen. Seit Freitagnachmittag seien bereits einige Buslinien wieder unterwegs, der Großteil sei jedoch nicht im Einsatz.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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