Schneechaos im Norden: Warnung vor "Gefahr für Leib und Leben", Schulbetrieb findet weiter statt

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Auch am Montag sorgen Schnee und Glätte wieder für Einschränkungen um Bahnverkehr und unsichere Straßenverhältnisse. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erhöhte Glättegefahr ab 13 Uhr.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen, bat der Hamburger Senat die Bürger bereits am Freitag.

Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer gerieten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr ging in die Knie. Am Freitag gab es erstmals seit 2013 "schneefrei" an den Hamburger Schulen.

TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.

Anzeige

Update, 12.50 Uhr: Mehrere Glätte-Unfälle auf der A1

Eisregen hat am Montagvormittag auf der A1 zwischen dem Bremer Kreuz und der Anschlussstelle Stuckenborstel zu mehreren Verkehrsunfällen geführt. Nach Angaben der Polizei Rotenburg (Wümme) ereigneten sich die Unfälle ab 11 Uhr innerhalb weniger Minuten in beiden Fahrtrichtungen.

Kurz hinter der Anschlussstelle Oyten in Fahrtrichtung Hamburg kam im Landkreis Verden ein Lastwagen ins Schleudern und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Der Lkw blockierte für über eine Stunde alle drei Fahrstreifen. In der Folge staute sich der Verkehr zeitweise auf mehr als 10 Kilometer, wie der ADAC mitteilte.

Auch in Fahrtrichtung Bremen kam es zwischen Stuckenborstel und Grundbergsee durch plötzlich einsetzendes Blitzeis zu mehreren Unfällen. Die Ausfahrt der Anschlussstelle Stuckenborstel war zeitweise blockiert, die Autobahn musste in Richtung Bremen vorübergehend vollständig gesperrt werden.

Die Polizei warnte Autofahrer eindringlich vor der anhaltenden Glätte und rief dazu auf, den betroffenen Streckenabschnitt nach Möglichkeit zu meiden und besonders vorsichtig zu fahren.

Anzeige
Am Montagmorgen kam ein Lkw aufgrund von Blitzeis von der Fahrbahn ab.  © JOTO

Update, 12.15 Uhr: Schulbetrieb findet weiter statt

Trotz der aktuellen Unwetterwarnung ab 13 Uhr bleibt der Schulbetrieb in Hamburg aufrechterhalten. Wie die Schulbehörde mitteilt, finden der Präsenzunterricht an den staatlichen Schulen sowie die Ganztagsbetreuung weiterhin wie geplant statt.

Angesichts der hohen Glättegefahr durch gefrierenden Regen werden Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie schulische Beschäftigte jedoch eindringlich gebeten, den Heimweg besonders vorsichtig anzutreten und mehr Zeit einzuplanen.

Einzelne Schulen können unter Berücksichtigung der konkreten Lage vor Ort von den allgemeinen Regelungen abweichen. In solchen Fällen informieren die Schulen ihre Schulgemeinschaft über die jeweils üblichen Kommunikationswege.

Update, 11.23 Uhr: Eisschollen auf der Elbe

In Lauenburg/Elbe (Landkreis Herzogtum Lauenburg) konnten am Montag außergewöhnliche Winterimpressionen beobachtet werden: Große Eisschollen bedeckten die Elbe stellenweise fast vollständig, einzelne Flussabschnitte waren komplett zugefroren.

Ein solches Naturschauspiel ist alles andere als alltäglich: Zuletzt fror die Elbe in der Kleinstadt im Jahr 2012 zu.

Seltenes Bild: Die Elbe wird von vielen kleinen und großen Eisschollen bevölkert.  © News5

Update, 9.36 Uhr: Warnung vor "Gefahr für Leib und Leben"

Nachdem zunächst vor markanter Glätte gewarnt worden war, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Gefahrenstufe in Hamburg noch einmal erhöht. Für die Hansestadt gilt ab heute 13 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis der Stufe 3 von 4.

"Es besteht Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen", so der DWD.

Hamburgerinnen und Hamburgern wird empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben, das Verhalten im Straßenverkehr den winterlichen Bedingungen anzupassen und Fahrzeuge gut vorzubereiten – etwa mit vollem Tank, Decken und warmen Getränken.

Der DWD warnt vor glatten Straßen und Fußwegen.  © Tag24/Madita Eggers

Update, 7.33 Uhr: Warnung vor "markanter" Glätte

Die ursprüngliche Warnung vor strengem Frost am Montagmorgen für Hamburg wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) aufgehoben.

Trotz der aufgelösten Frostwarnung besteht weiterhin eine erhöhte Glättegefahr: bis Dienstag, 13. Januar, 00 Uhr, warnt der DWD vor "markanter Glätte" durch gefrierenden Regen. Der DWD empfiehlt, nicht notwendige Aufenthalte im Freien zu vermeiden und Fahrten nur angepasst an die Witterung durchzuführen.

Ausblick: Am Mittwoch soll es deutlich milder werden, mit einem beachtlichen Temperatursprung, wie der DWD mitteilte.

Update, 6.37 Uhr: Metronom-Verkehr auch am Montag betroffen

Auch der metronom-Verkehr ist am Montag weiterhin betroffen. Das anhaltende Winterwetter führt zum Wochenbeginn zu zahlreichen Zugausfällen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Hamburg, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilt.

Zugausfälle am 12. Januar:

  • RE3:
    Uelzen → Hannover Hbf (Zug 82861)
    Uelzen → Hamburg Hbf (Züge 82144, 82104)
  • RB31:
    Lüneburg → Hamburg Hbf (Zug 81662)
  • RB41:
    Tostedt → Hamburg Hbf (Zug 81962)

Update, 12. Januar, 6.24 Uhr: S-Bahn-Verkehr weiter eingeschränkt

Die aktuelle Wetterlage führt auch am Montag weiterhin zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr. Durch das anhaltende Winterwetter bleibe der Betrieb sehr "störanfällig", wie die S-Bahn Hamburg mitteilte.

Um größtmögliche Stabilität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wird ein angepasstes Betriebskonzept angeboten:

  • S1: Wedel–Blankenese und Blankenese–Airport jeweils alle 10 Minuten (Zugteilung in Ohlsdorf)
  • S2: Entfällt ganztägig
  • S3: Pinneberg–Neugraben alle 10 Minuten (über Jungfernstieg und Landungsbrücken)
  • S5: Neugraben–Stade im Berufsverkehr alle 20 Minuten, sonst alle 60 Minuten; Umstieg in Neugraben erforderlich
  • S7: Diebsteich–Aumühle alle 10 Minuten (über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße)

11. Januar, 20.19 Uhr: Unterrichtsausfall am Montag auch in Bremen

Neben Niedersachsen wird auch im Bundesland Bremen der Unterricht am Montag ausfallen. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Die Schüler bekommen Distanzunterricht.

Grund für den Ausfall ist auch hier die Warnung vor extremer Glätte. Für Kinder und Jugendliche, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert.

11. Januar, 19.07 Uhr: Schule fällt in ganz Niedersachsen aus

Während in Hamburg der Unterricht am Montag regulär stattfindet, sieht es in Niedersachsens anders aus.

Wegen einer Warnung vor unwetterartigem Glatteis, haben alle Städte und Landkreise in diesem Bundesland entsprechende Ausfälle angekündigt. Ob Lehrkräfte ihre Klassen per Video-Schalte unterrichten, entscheiden vielerorts die Schulen selbst.

Ausnahmen gelten jedoch für Kinder und Jugendliche auf den Ostfriesischen Inseln. So teilte der Landkreis Wittmund mit, dass der Unterricht auf dem Festland ausfalle. Die Inseln Spiekeroog und Langeoog sind damit jedoch ausgeschlossen. Auch für Schüler auf Wangerooge gilt die Absage des Präsenzunterrichts nicht, wie der Landkreis Friesland mitteilte.

Aufgrund von Schnee und Glätte fällt der reguläre Schulunterricht vielerorts aus, so auch am Herbartgymnasium in Oldenburg.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

11. Januar, 15.02 Uhr: Schulunterricht in Hamburg findet am Montag regulär statt

Am Freitag war an Hamburgs staatlichen Schulen der Präsenzunterricht wetterbedingt abgesagt worden. Zum Wochenstart soll der Unterricht am Montag aber wieder ganz normal stattfinden.

Lediglich die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen noch gesperrt sind, teilte die Schulbehörde Hamburg mit.

Mehr zum Thema Hamburg Lokal: