Schneechaos im Norden spitzt sich zu: Fernverkehr im Norden eingestellt

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht.

Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.
Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern.

Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

9. Januar, 13.45 Uhr: Schulen in Hamburg ab Montag wieder geöffnet

Hamburgs Schüler drücken ab Montag wieder die Schulbank! Nach dem "schneefreien" Freitag hat die Hamburger Schulbehörde am Freitagmittag entschieden, dass "nach aktueller Lageeinschätzung am Montag wieder regulärer Unterrichtsbetrieb an Hamburgs staatlichen Schulen stattfinden" werde.

Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, teilte die Pressestelle des Senats mit.

Die Schulen blieben für eine Notbetreuung bis Klasse 6 geöffnet.

Die Schulbehörde beobachte die Wetterentwicklung fortlaufend und passe Entscheidungen zum Unterrichtsbetrieb gegebenenfalls im Laufe des Wochenendes noch an.

Zuletzt war in Hamburg am 5. Dezember 2013 „schneefrei“ gegeben worden.

9. Januar, 13.27 Uhr: Immer mehr Flüge fallen aus

Die Zahl der gestrichenen Flüge am Hamburger Flughafen steigt. Inzwischen fallen laut Website 31 Abflüge und 25 Landungen aus.

"Aufgrund der anhaltenden Extremwetterlage kommt es im Luftverkehr zu Einschränkungen und Verzögerungen", heißt es auf der Website. Fluggäste werden gebeten, ihren Flugstatus laufend zu prüfen.

Am Hamburg Airport fallen über 50 Flüge aus..
Am Hamburg Airport fallen über 50 Flüge aus..  © Christian Charisius/dpa

9. Januar, 11.59 Uhr: Zahlreiche Buslinien in Hamburg und Umland eingestellt

Die Lage im öffentlichen Nahverkehr spitzt sich zu. "Aktuell kommt es im Busbetrieb im Hamburger Stadtgebiet aufgrund der Witterung zu Verspätungen und Fahrtausfällen", schreibt der Hamburger Verkehrsverbund auf der Website.

Von Ausfällen sind die Linien 6193, 233, 6106, 6105, 6104, 6103, 6102, 6101, 6150, 6151, 6160,6161, 6170, 6171, 6172, 6173, 6520, 6525, 6527, 6539, 6532, 6550, 6551, 6553, 6554, 6555, 6557, 6560, 6580, 8790 und 8792 betroffen.

Zudem wurden der Stadtbusverkehr in Buchholz und die Linien der KGV Stade in den Landkreisen Stade, Harburg und Geidekreis eingestellt.

9. Januar, 9.48 Uhr: Fernverkehr im Norden nicht mehr möglich

Wie die Deutsche Bahn am Freitagmorgen mitteilte, sei der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover bis mindestens heute Mittag eingestellt. Da mit Hannover eines der wichtigsten Drehkreuze betroffen ist, ist der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich.

Davon betroffen sind auch die Verbindungen zwischen Berlin und NRW sowie Berlin und Hamburg.

Die Maßnahme sei notwendig, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen, so die Deutsche Bahn.

Die Züge würden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten, Fahrgäste werden vor Ort versorgt. In Hannover stellt die DB Aufenthaltszüge bereit.

Mit dem Hauptbahnhof Hannover hat Sturmtief "Elli" eines der wichtigsten Drehkreuze im Fernverkehr lahmgelegt.
Mit dem Hauptbahnhof Hannover hat Sturmtief "Elli" eines der wichtigsten Drehkreuze im Fernverkehr lahmgelegt.  © Moritz Frankenberg/dpa

9. Januar, 9.32 Uhr: Massive Einschränkungen bei Metronom

Das Regionalbahnunternehmens Metronom vermeldet erste Probleme im Zugverkehr. "Es wird ab sofort zu Zugausfällen und massiven Verspätungen auf allen Strecken des metronom kommen", heißt es auf der Website.

Am Freitagmorgen seien die Züge noch weitgehend planmäßig gefahren, nun seien aber die ersten Probleme durch Schneeverwehungen und eingefrorene Weichen aufgetreten. Man gehe von einer Verschlechterung der Situation aus.

"Um zu verhindern, dass Ihr auf freier Strecke oder am Bahnsteig strandet, verschiebt oder vermeidet bitte - wenn möglich - Eure Fahrt", bittet das Unternehmen.

Ein Ersatzverkehr für ausgefallene Zugfahrten könne nicht mehr bereitgestellt werden. Das Regionalbahnunternehmen geht davon aus, dass ab Mittag fast alle Strecken nicht mehr befahrbar seien.

9. Januar, 8.54 Uhr: Ausfälle am Hamburger Flughafen

Am Freitag fallen zahlreiche Starts und Landungen am Hamburger Flughafen aus. Laut Website des Airports wurden für den ganzen Tag bislang 18 Abflüge und 19 Landungen gestrichen.

Der Flugbetrieb sei angelaufen und der Winterdienst ununterbrochen im Einsatz. Es komme allerdings zu Beeinträchtigungen, so eine Sprecherin gegenüber TAG24. Durch starke Verspätungen hätten einige Fluggesellschaften die Flüge schon gestrichen.

Fluggäste werden gebeten, den Flugstatus regelmäßig zu prüfen.

Der Winterdienst des Flughafens hat alle Hände voll zu tun, um die Start- und Landebahnen von Schnee und Eis zu befreien.
Der Winterdienst des Flughafens hat alle Hände voll zu tun, um die Start- und Landebahnen von Schnee und Eis zu befreien.  © Christian Charisius/dpa

9. Januar, 7.20 Uhr: Warnung vor orkanartigen Böen

Sturmtief "Elli" ist im Anmarsch. An den Küsten bringt das Tief am Freitag Sturmböen der Windstärke 10, auf Helgoland werden orkanartige Böen mit elf Windstärken erwartet, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auch im Binnenland sind stürmische Böen möglich.

Nahe der Elbe werden bis in die Nacht zu Samstag 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Durch den kräftigen Wind kann es zu starken Schneeverwehungen kommen.

Die Temperaturen bleiben bei bis zu minus vier Grad frostig. In der Nacht sollen die Temperaturen auf bis zu minus sechs Grad fallen.

9. Januar, 7 Uhr: Eingeschränkter Sonderfahrplan für die S-Bahn

Für die S-Bahnen gilt aufgrund der aktuellen Wetterlage mindestens den ganzen Freitag über ein eingeschränkter Sonderfahrplan. Es könne kurzfristig zu weiteren Einschränkungen kommen, heißt es auf der Website der S-Bahn Hamburg.

Nach aktuellem Stand sieht es bei den Linien wie folgt aus:

  • Die S1 fährt im 20-Minuten-Takt in Teilabschnitten zwischen Wedel und Blankenese, Blankenese und Hamburg Airport sowie Ohlsdorf und Poppenbüttel.
  • Die S2 fällt derzeit aus.
  • Die S3 fährt alle zehn Minuten von Pinneberg, über Altona, Landungsbrücken und Jungfernstieg nach Neugraben, sowie von Neugraben über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße (Altona wird in dieser Richtung nicht angefahren) nach Pinneberg.

  • Die S5 fährt in Teilabschnitten zwischen Stade und Neugraben in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten, ansonsten im Stundentakt. Zwischen Buxtehude und Neugraben sowie Neugraben und Altona fahren die Bahnen alle 20 Minuten.
  • Für die S7 ist geplant, dass die alle 20 Minuten zwischen Altona und Aumühle verkehrt.

Alle nicht unbedingt notwendigen Fahrten sollten zur eigenen Sicherheit vermieden werden.

Die S-Bahnen in Hamburg fahren nur noch eingeschränkt.
Die S-Bahnen in Hamburg fahren nur noch eingeschränkt.  © Marcus Brandt/dpa

9. Januar, 6.19 Uhr: Winterdienst appelliert an Hamburger

Der Winterdienst ist am Freitag den achten Tag in Folge im Volleinsatz. 728 Einsatzkräfte sind seit 2 Uhr mit 360 Fahrzeugen unterwegs.

Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) bittet alle Hamburger, denen es möglich ist, zu Hause zu bleiben. Sturmtief "Elli" bringe große Schneemassen mit. Die SRH versuche auf den Hauptverkehrswegen eine grundsätzliche Mobilität zu ermöglichen. "Bei diesem außergewöhnlichen Wetterereignis ist aber mit Einschränkungen zu rechnen", heißt es in einer Mitteilung.

8. Januar, 21.23 Uhr: Nordbahn sagt Zugfahrten am Freitag zunächst ab

Noch mehr Einschränkungen im Nahverkehr: Nordbahn hat wegen des erwarteten Unwetters am Freitag angekündigt, zunächst alle Fahrten abzusagen. Nach einer Prüfung am Vormittag soll entschieden werden, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Ersatzbusse sollen zum Einsatz kommen. Die Nordbahn betreibt Züge auf mehreren Regionalstrecken in Schleswig-Holstein. So verbindet sie beispielsweise Itzehoe mit Hamburg.

Auch Züge der Nordbahn sollen am Freitag wegen des Unwetters ausfallen. (Archivbild)
Auch Züge der Nordbahn sollen am Freitag wegen des Unwetters ausfallen. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

8. Januar, 20.40 Uhr: Unheilig sagt Konzerte in Hamburg ab

Am Donnerstag und Freitag sollte die Band Unheilig mit Frontmann "Der Graf" für zwei Zusatzshows in der Hamburger Inselpark Arena auftreten. Doch dann der Schock: Wegen des Wetters wurden beide Konzerte kurzfristig abgesagt!

"Es tut mir von Herzen leid. Ich habe mich genauso wie ihr auf die Konzerte gefreut. Passt auf euch auf und kommt gut nach Hause", so der Sänger der Band in einem Video auf Instagram.

Die Halle sei laut Unheilig bis zum 13. Januar komplett gesperrt. Weitere Details zu möglichen Ersatzterminen für das Konzert sind bislang nicht bekannt. "Unser Wunsch ist, dass wir die Konzerte nachholen können", so der Graf abschließend.

8. Januar, 17.30 Uhr: Schulen auch in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen

Nun zieht auch Schleswig-Holstein nach: In Teilen des Bundeslands bleiben die Schulen am Freitag geschlossen.

Folgende Kreise sind betroffen:

  • Kreisen Dithmarschen,
  • Herzogtum Lauenburg,
  • Nordfriesland,
  • Pinneberg,
  • Rendsburg-Eckernförde,
  • Schleswig-Flensburg,
  • Segeberg,
  • Steinburg und
  • Stormarn

Das teilte das Bildungsministerium mit.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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