Ministerpräsident Rhein will in die USA reisen: Hessen "amerikanischstes Bundesland"

Von Jens Albes

Wiesbaden - Hessens Regierungschef Boris Rhein (54, CDU) dringt in Zeiten von US-Präsident Donald Trump (79) darauf, die Gesprächskanäle in die USA offenzuhalten. Warum ist Hessen aus Boris Rheins Sicht Deutschlands "amerikanischstes Bundesland"?

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) sieht die USA weiterhin als wichtigen Wertepartner.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) sieht die USA weiterhin als wichtigen Wertepartner.  © Helmut Fricke/dpa

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein will im Laufe des gerade begonnenen Jahres die USA besuchen.

"2026 wird nicht nur Hessen 80 Jahre alt, was wir groß feiern wollen, sondern wir begehen auch das 50-Jahre-Jubiläum unserer Partnerschaft mit dem US-Bundesstaat Wisconsin", sagte der Regierungschef im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in der Staatskanzlei in Wiesbaden.

"Wir in Hessen haben eine besondere Beziehung zu den Vereinigten Staaten, wir sind das amerikanischste Bundesland in Deutschland, wir haben viele amerikanische Soldaten mit ihren Familien hier, in Frankfurt steht das weltweit größte US-Generalkonsulat", ergänzte Rhein.

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Mit Blick auf den umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump sagte der hessische Ministerpräsident: "Wir sind Wertepartner, da spielt es praktisch kaum eine Rolle, wer in den USA regiert. Wir haben gemeinsame Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte."

Boris Rhein: "Gesprächskanäle in die USA offenhalten"

Trotz der diskussionswürdigen Regierung um Donald Trump (79) will Rhein die Kommunikation mit den USA aufrechterhalten.
Trotz der diskussionswürdigen Regierung um Donald Trump (79) will Rhein die Kommunikation mit den USA aufrechterhalten.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Hessen habe nicht vergessen, "wie die Amerikaner uns in vielerlei Hinsicht nach dem Zweiten Weltkrieg und in jüngerer Vergangenheit unterstützt haben".

Deshalb sei es ihm "sehr wichtig, die Gesprächskanäle in die USA offenzuhalten, insbesondere auch dann, wenn die politischen Verhältnisse dort nicht so einfach sind", sagte Rhein.

Er finde es großartig, "dass wir bei wichtigen Anlässen mit Vertretern der USA oft die amerikanische Flagge hissen, beispielsweise auf dem Hessentag, und dann die amerikanische und die deutsche Nationalhymne singen", ergänzte der Ministerpräsident.

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Er betonte auch die historischen Verbindungen: "Es war übrigens ein amerikanischer Befehl, auf den hin Hessen vor acht Jahrzehnten gegründet worden ist. Auch deswegen verbindet uns viel", sagte Rhein.

Titelfoto: Montage: Helmut Fricke/dpa, Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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