So viele Schüler sind im Jahr 2025 in Hessen ohne Abschluss abgegangen
Von Andrea Löbbecke
Wiesbaden - Die Quote von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss ist in Hessen nach dem Schuljahr 2024/2025 mit 6,3 Prozent weitgehend stabil geblieben. Im vorangegangenen Schuljahr hatte der Wert bei 6,2 Prozent gelegen.
Wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte, verließen 2025 rund 3790 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne entsprechenden Abschluss.
Darunter sind demnach rund 2100 Jugendliche, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihrer Bildungs-, Entwicklungs- oder auch Lernmöglichkeiten eine sonderpädagogische Förderung erhielten.
Ebenjene strebten in angepassten Bildungsgängen den Angaben zufolge spezielle Abschlüsse außerhalb des Hauptschulabschlusses an. Bei der Schulabbrecherquote wird der jeweilige Anteil an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung gemessen.
Hessen sei im zurückliegenden Schuljahr bundesweit das Land mit der niedrigsten Schulabbrecherquote gewesen, ergänzte ein Ministeriumssprecher und verwies diesbezüglich auf einen Bericht der Rechercheplattform "Correctiv".
Den Zahlen nach liegt Hessen vor Bayern (6,6 Prozent) und Hamburg (7,1 Prozent).
Hessens Kultusminister Armin Schwarz nimmt Mathematik-Kompetenzen in den Fokus
"Die niedrige Schulabbrecherquote ist vor allem den umfangreichen Sprachfördermaßnahmen in hessischen Schulen zuzuschreiben", hieß es.
In verpflichtenden Vorlaufkursen werden Kinder mit Defiziten in Deutsch im Jahr vor der Einschulung intensiv auf den Unterricht vorbereitet. Zudem sei der Deutschunterricht in der Grundschule stetig ausgebaut worden.
Zugewanderte oder geflüchtete Kinder und Jugendliche werden in speziellen Deutsch-Intensivkursen entsprechend unterrichtet.
"Mehr qualifizierte Abschlüsse und weniger Schulabbrüche stärken die Zukunftsperspektiven", so Kultusminister Armin Schwarz (57, CDU).
"Nach unserem konsequenten Ausbau der Deutschförderung werden wir die Mathematik-Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen jetzt mit innovativem Unterricht und einem digitalen Lernsystem weiter stärken", führte er aus.
Titelfoto: David Inderlied/dpa

