Von Lea Winkler, Jan Höfling
Frankfurt am Main - Mit dem Beginn der Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Freitag (26. Juni) rechnet der ADAC mit deutlich mehr Verkehr. Die große Frage lautet: Wann und wo wird es voll?
Mit dem Ferienstart nach dem letzten Schultag setzt auf den Fernstraßen erfahrungsgemäß auch ungeachtet der Hitze eine starke Reisewelle ein. Aus mehreren europäischen Nachbarländern sind zudem ebenfalls zahlreiche Urlauber unterwegs
Nach Einschätzung des ADAC ist insbesondere am Freitagmittag mit erhöhtem Stauaufkommen zu rechnen. Der Samstag dürfte durch Ausflugs- und Kurzstreckenverkehr zusätzlich belastet sein. Die Alpenregion, die Mittelgebirge, die Küstengebiete und die Seenlandschaften sind vor allem betroffen.
Besonders stark belastet werden demnach dabei die klassischen Reiserouten in Richtung Süden und auch die Strecken zur Nord- sowie Ostsee sein.
Der ADAC Hessen-Thüringen empfiehlt deshalb dringend, antizyklisch zu planen, sofern dies irgendwie möglich ist. Bedeutet: An Wochentagen würden Reisende besser vorankommen, sagt Wolfgang Herda, Verkehrsexperte beim ADAC, laut Mitteilung.
Wo wird es voll? Folgende Autobahnen sind besonders staugefährdet
- A1 Fehmarn - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
- A2 Oberhausen - Dortmund - Hannover - Berliner Ring
- A3 Oberhausen - Köln - Frankfurt sowie Passau - Linz
- A5 Kassel - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
- A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
- A7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel sowie Ulm - Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
- A9 Berlin - Nürnberg - München
- A10 Berliner Ring
- A24 Hamburg - Schwerin - Berliner Ring
- A45 zwischen Gießen und Hagen
- A60 zwischen Mainz und Rüsselsheim
- A66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt
- A81 Singen - Stuttgart - Heilbronn
- A95 München - Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau - München
- A99 Autobahnring München
Ab Ferienwochenende Nummer zwei folgen weitere Bundesländer in die Sommerferien. Die Autobahn GmbH erwartet dementsprechend dann sogar ein noch höheres Verkehrsaufkommen. Es kommt somit einiges auf die Autofahrer zu.
Staualarm zum Ferienstart: Was gilt für die Italien-Route? Wie mit der Hitze umgehen?
Auch die klassische Urlaubsroute Richtung Italien über den Fernpass ist am Samstag beeinträchtigt. Die B179 wird zwischen Reutte und Nassereith in Österreich von 10 bis 12 Uhr vollständig gesperrt.
Grund ist eine Demonstration von Anwohnern gegen die hohe Verkehrsbelastung und geplante Tunnelprojekte. Bereits vor der Sperrung könnten sich längere Staus bilden. Auch nach der Freigabe sei mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen, teilte der ADAC mit. Er empfiehlt daher, den Fernpass an diesem Tag weiträumig zu umfahren.
So sieht die Lage in der Schweiz aus
In der Schweiz muss auf den Hauptachsen zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen (A1) mit teils erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Auch die Gotthard-Route auf der A2 zwischen Basel und Chiasso, die A3 von Basel über Zürich nach Chur sowie die San-Bernardino-Route auf der A13 bleiben laut dem Automobilclub stark belastet.
Worauf sollten Autofahrer bei der Hitze achten?
Die Hitzewelle wird laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zum Ferienstart anhalten, mehr als 40 Grad sind in den kommenden Tagen den Experten zufolge möglich. Der ADAC Hessen-Thüringen empfiehlt deshalb unbedingt: Für ein kühles Fahrzeug vor Abfahrt sollten Autofahrer Schattenplätze nutzen und ihre Windschutzscheibe mit einer Schutzfolie bestmöglich abdecken.
Bei der Fahrt sollte die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt werden - das könnte sonst zu Kreislaufproblemen oder Verspannungen führen. Wichtig ist außerdem, dass Kinder und Haustiere nie im Auto zurückgelassen werden dürfen.
Ferienstart in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland: Wie voll wird es am Flughafen in Frankfurt?
Nicht nur auf den Straßen, auch am Flughafen wird es voll: Der Frankfurter Flughafen rechnet mit rund 616.000 Reisenden bereits am ersten Ferienwochenende. Über die Ferienzeit sollen gar rund neun Millionen Passagiere abgefertigt werden.
Der Flughafenbetreiber Fraport warnt deshalb vor längeren Wartezeiten an den Grenzkontrollen.