Heute vor 126 Jahren gegründet: Dieser Verband zieht immer wieder Frust auf sich

Was am 28. Januar 1900 für eine gemeinsame Gestaltung des deutschen Fußballs entstanden war, stieß vor allem in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf Unmut - bei Fans, Sponsoren und Politikern. TAG24 wagt einen kurzen Blick in die Historie des Deutschen Fußball-Bundes.

Andere wichtige Ereignisse früherer Tage gibt's unter: heute vor ... Jahren.

126 Jahre DFB: So wurde er gegründet

Der Deutsche Fußball-Bund wurde am 28. Januar 1900 gegründet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Heute vor 126 Jahren riefen 36 Vertreter aus 86 Vereinen den Deutschen Fußball-Bund ins Leben. Dazu gehörten auch zwei Klubs aus Prag - unter anderem der DFC Prag. Mit Ferdinand Hueppe wurde ein Vertreter dieses Vereins zum ersten Präsidenten des DFB gewählt.

Das Ziel des Treffens in der Leipziger Gaststätte war klar: Eine gesamtdeutsche Struktur schaffen, die den Fußball in Deutschland organisiert.

Obwohl der DFB schon 1900 gegründet wurde, ließ die erste Austragung einer deutschen Meisterschaft noch etwas auf sich warten. Schließlich waren nicht alle Regionalverbände davon begeistert einen Dachverband über sich zu haben. Sie hatten Angst davor, dass regionale Wettbewerbe an Bedeutung und Ansehen verlieren.

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Nachdem man diesen Streitpunkt ausgeräumt hatte, konnte ab dem Jahr 1903 die Endrunde um die deutsche Meisterschaft ausgetragen werden und der VfB Leipzig wurde zum ersten deutschen Meister.

Auf diesen Startschuss folgten etliche Jahrzehnte mit spannenden Meisterschaften, die Entstehung des DFB-Pokals und noch weitere positive Dinge. In jüngerer Vergangenheit kam allerdings auch immer wieder Kritik auf.

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DFB bekommt Kritik von Fans, Sponsoren und Politikern

Der DFB genießt bei vielen Fans kein gutes Image mehr.  © Sven Hoppe/dpa

Vielen Stadionbesuchern und Fans vor den Fernsehern ist die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs ein schrecklicher Dorn im Auge. Der DFB will mit dem Sport immer mehr Einnahmen generieren - sei es durch möglichst viele verschiedene Sendezeiten oder durch zunehmenden Eventcharakter von Spielen.

Da Fußballromantik und der Wunsch nach maximalen Erlösen aufeinandertreffen, gibt es immer wieder Protestaktionen von den Rängen.

Abgesehen von den Fans, schaffte es der DFB aber auch schon seine Sponsoren und Politiker zu erzürnen. Große Aufregung gab es beispielsweise in Bezug auf die WM-Vergabe 2006 nach Deutschland, die womöglich gekauft wurde. Obwohl bis heute keine Belege für gekaufte Stimmen existieren, bleibt eine "komische" Zahlung von 6,7 Millionen Euro, die als Fehler abgetan wurde.

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Und dann wäre da noch der Adidas-Hammer beim DFB: Nach mehr als 70 Jahren mit Adidas als Hauptsponsor, entschied man sich 2024 gegen das deutsche Unternehmen und stattdessen für ein lukrativeres Angebot von Nike aus den USA.

Das stieß auf heftige Kritik aus der Politik.

Der Startschuss des Verbandes und die exemplarischen Vorwürfe stellen immerhin einen kleinen Ausschnitt aus der 126-jährigen Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes dar - mit etlichen Höhen und Tiefen.

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