Heute vor 166 Jahren: Wie Florence Nightingale die Pflege revolutionierte

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Heute vor 166 Jahren, am 24. Juni 1860, wurde die Nightingale School of Nursing in London gegründet. Sie führte erstmals eine strukturierte, nicht konfessionell gebundene Pflegeausbildung ein - mit Folgen, die bis heute im Gesundheitswesen spürbar sind.

Bedeutende Ereignisse, die Jubiläum feiern, findest Du hier: heute vor ... Jahren.

Florence Nightingale gestaltete die Pflegeausbildung neu.
Florence Nightingale gestaltete die Pflegeausbildung neu.  © Fotomontage: Autorin Grace T. Hallock/CE Turner Herausgeberin: Metropolitan Life Insurance Company/Public domain/Wikimedia Commons, H. Lenthall/London/Gemeinfreiheit/Wikimedia Commons

Im 19. Jahrhundert war die Krankenpflege in Europa überwiegend durch religiöse Einrichtungen geprägt. Dabei wurde Pflege meist ohne einheitliche, professionelle Ausbildung ausgeübt und basierte vielmehr auf praktischer Erfahrung als auf Wissen und Fähigkeiten. Einheitliche Standards im Gesundheitswesen fehlten weitgehend.

Mit der Einrichtung der Nightingale School of Nursing am 24. Juni 1860 am St. Thomas' Hospital in London entstand eine der ersten bedeutenden Krankenpflegeschulen mit nicht-religiöser Ausrichtung.

Initiiert wurde sie von Florence Nightingale (1820 bis 1910), einer Krankenschwester, die während des Krimkriegs in den 1850er Jahren erhebliche Mängel in der medizinischen Versorgung feststellte und diesbezüglich Reformen anstrebte.

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Darunter zählten vor allem neue Hygienestandards wie regelmäßiges Händewaschen sowie die Reinigung von Bettwäsche und Kleidung erkrankter oder verwundeter Menschen. Daraufhin starben tatsächlich weniger Patienten.

Finanziert wurde die Schule durch öffentliche Spenden aus der britischen Bevölkerung, die in den sogenannten Nightingale-Fonds flossen.

Strukturierte Ausbildung statt reiner Praxis

Neu war vor allem die Ausbildung selbst. Die Nightingale-Schule unterschied sich von vielen bestehenden Einrichtungen durch eine sinnvolle Kombination aus Theorie und Praxis. Statt Lernen "im Alltag" wurde auf feste Lehrpläne, geregelte Ausbildungsstrukturen und klare Zuständigkeiten gesetzt.

Themen wie Hygiene, angemessene Ernährung, richtige Lüftung, Beobachtung von Patienten und organisatorische Abläufe im Krankenhaus wurden gezielt vermittelt. Dieser strukturierte Ansatz machte Pflege erstmals vergleichbar und planbar.

Die Ausbildung war nicht konfessionell gebunden und erfolgte durch erfahrene Pflegekräfte, nicht durch Ärzte.

Die Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Das Modell der Nightingale School of Nursing wurde international übernommen und weiterentwickelt. Es trug dazu bei, Pflege als eigenständigen Beruf zu etablieren und die Qualität der Versorgung zu verbessern.

Viele Prinzipien von damals gelten noch heute. Die Gründung der Schule 1860 gilt deshalb als wichtiger Schritt hin zur modernen Pflege, wie sie heute weltweit praktiziert wird.

Titelfoto: Fotomontage: Autorin Grace T. Hallock/CE Turner Herausgeberin: Metropolitan Life Insurance Company/Public domain/Wikimedia Commons, H. Lenthall/London/Gemeinfreiheit/Wikimedia Commons

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