Heute vor 36 Jahren: Diese Stadt sollte es nicht mehr geben

Heute vor 36 Jahren, am 23. April 1990, stand fest: Die Einwohner der Karl-Marx-Stadt wollen die Rückbenennung ihrer Stadt zu "Chemnitz".

Was sich ebenfalls jährt, erfährst Du hier: heute vor … Jahren.

Wie kam es zunächst zum Namen "Karl-Marx-Stadt"?

Heute vor 36 Jahren wurde entschieden, die Karl-Marx-Stadt wieder Chemnitz werden zu lassen.  © Wikimedia Commons/CC-BY-SA-3.0/Kolossos

Am 10. Mai 1953 beschloss der Ministerrat der DDR, die Stadt Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umzubenennen - zur Ehrung Karl Marx als Begründer der modernen sozialistischen Lehre.

Marx selbst hatte zwar tatsächlich keinen Bezug zur Stadt, in der jungen DDR sollte der Name jedoch ein Zeichen sein.

So wollte man sich bei der Neuerrichtung der Stadt nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs auf einen sozialistischen Stadtplan fokussieren. Priorisiert wurde dabei insbesondere Wohnraum gegenüber der Erhaltung der Altbauten, wodurch Wohngebiete mit Plattenbauten entstanden.

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Nach der Benennung durch Ministerpräsident Otto Grotewohl zur Stärkung des Sozialismus bestand der Name knapp 37 Jahre.

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Rückkehr zum alten Namen

Vom 17. bis 21. April 1990 stimmten die Bürgerinnen und Bürger über den Stadtnamen ab. Zwei Tage später, am 23. April, wurde das Ergebnis verkündet: 76 Prozent stimmten für den alten Namen "Chemnitz".

Am 1. Juni 1990 - noch vor dem offiziellen Beitritt der DDR in die Bundesrepublik - wurde die Stadt offiziell zurück benannt.

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