Heute vor 13 Jahren: Dieser deutsche Film sorgte schon vor dem Kinostart für heftige Diskussionen

Heute vor 13 Jahren, am 22. August 2013, feierte "Feuchtgebiete" seinen Kinostart in Deutschland. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans und Bestsellers von Charlotte Roche war schon lange vor der Premiere Gesprächsthema.

Interessante Jubiläen und Ereignisse gibt's unter "heute vor ... Jahren".

Carla Juri spielt die Hauptrolle im Film "Feuchtgebiete".  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/underground1film, Screenshot/YouTube/johnfujimoto460

Das Buch "Feuchtgebiete" war bereits 2008 erschienen und hatte sich zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Bestseller seiner Zeit entwickelt. Allerdings hatte es auch seit seinem Erscheinen eine breite öffentliche Debatte ausgelöst und weit über die Literaturszene hinaus Aufmerksamkeit erregt.

Erzählt wird die Geschichte der jungen Helen Memel, die während eines Krankenhausaufenthalts über ihr Leben, ihre Familie und ihre Beziehungen nachdenkt. Im Mittelpunkt steht vor allem Helens Wunsch, ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenzubringen.

Gleichzeitig setzt sie sich auf unkonventionelle Weise mit ihrem eigenen Körper, ihrer Sexualität und gesellschaftlichen Tabuthemen wie Körperausscheidungen, Intimbehaarung, Hygiene und Ekel auseinander.

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Dabei zeigt der Film ihre Gedanken und Erlebnisse aus ihrer persönlichen Perspektive und verbindet Rückblenden mit den Ereignissen im Krankenhaus.

Für die Kinoadaption übernahm David F. Wnendt die Regie, die Hauptrolle der Helen Memel spielte die Schweizer Schauspielerin Carla Juri.

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Fast eine Million Zuschauer und eine Autorin mit klarer Haltung

Selbst nach der Premiere blieb "Feuchtgebiete" im Gespräch. Die Reaktionen von Filmkritikern und Publikum fielen unterschiedlich aus, das Interesse am Film war jedoch groß. Rund 945.000 Zuschauerinnen und Zuschauer lösten ein Kinoticket und machten die Literaturverfilmung zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres 2013.

Charlotte Roche begleitete die Entstehung der Verfilmung, gab dem Filmteam nach ersten Drehbucharbeiten aber weitgehend freie Hand.

Die Autorin betonte, dass die Geschichte nicht ausschließlich als Provokation verstanden werden sollte, sondern auch gesellschaftliche Tabus und den Umgang mit Körper und Identität thematisiert.

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Wie schon das Buch sorgte auch der Film wegen seiner sehr offenen, zum Teil provokanten Darstellung diverser Themen für intensive öffentliche Diskussionen und wurde daher häufig als "Skandalfilm" bezeichnet. Im Kern ist "Feuchtgebiete" jedoch die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach Nähe, Zugehörigkeit und einem Weg, mit ihrer Familiengeschichte umzugehen.

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