Heute vor 51 Jahren: Die Welt erfuhr von einem archäologischen Sensationsfund

Heute vor 51 Jahren, am 12. Juli 1975, wurde eine der größten archäologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts bekanntgegeben: der Fund der Terrakotta-Armee in der Nähe von Xi'an in Zentralchina.

Weitere Meilensteine aus Geschichte, Technik und Kultur gibt es hier: heute vor ... Jahren.

Die berühmte Terrakotta-Armee in Xi'an (China).  © 123RF/swisshippo

Im Jahr 1974 stießen Bauern beim Graben eines Brunnens im chinesischen Dorf Xijang auf Tonfragmente und Bronzegegenstände. Erst später wurde klar, dass sich unter der Erde eine der bedeutendsten archäologischen Anlagen der Welt befand: die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi Huangdi.

Die Fundstätte gehört zum Mausoleum des Herrschers, der China im 3. Jahrhundert vor Christus vereinte. Nach heutigen Schätzungen umfasst die Anlage mehrere tausend lebensgroße Figuren - darunter Soldaten, Pferde und Streitwagen.

Das Besondere: Viele der Tonkrieger unterscheiden sich in Gesichtsausdruck, Frisur, Kleidung und sogar Körperhaltung.

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Archäologen gehen davon aus, dass die Terrakotta-Armee den Kaiser im Jenseits beschützen sollte. Die Figuren wurden aus gebranntem Ton gefertigt und ursprünglich farbig bemalt. Ein großer Teil der Farben ging jedoch nach der Freilegung verloren, da die Materialien empfindlich auf Luft und Licht reagieren.

Zunächst wurde der Fund geheim gehalten und erst am 12. Juli 1975 in einer kurzen Meldung in einer chinesischen Zeitung öffentlich bekannt gemacht. Gleichzeitig untersagten die Behörden weitere Grabungen durch die Bauern in dem Gebiet.

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Moderne Technik unterstützt die Forschung

Die Ausgrabungen dauern bis heute an. Immer wieder werden neue Figuren, Waffen und Artefakte entdeckt. Wissenschaftler setzen bei ihren Untersuchungen unter anderem auf 3D-Scanning, digitale Rekonstruktionen und moderne Restaurierungstechniken. Diese Verfahren sollen helfen, empfindliche Materialien und verbliebene Farbreste besser zu erhalten.

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Fun Fact: Archäologen erkannten früh die außergewöhnliche Bedeutung der Terrakotta-Krieger und wollten die Entdeckung zunächst geheim halten, aus Sorge, die Figuren könnten in einer politisch unsicheren Zeit beschädigt oder zerstört werden. Doch entgegen aller Befürchtungen blieben die einzigartigen Tonkrieger unversehrt erhalten, als der Fund kurze Zeit später öffentlich bekannt wurde.

Die Terrakotta-Armee gilt heute als eines der bekanntesten Kulturdenkmäler Chinas. Seit 1987 gehört die Fundstätte zum UNESCO-Weltkulturerbe. Experten vermuten zudem, dass weite Teile des Mausoleums weiterhin unerforscht sind.

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