Mädchen (6) aus Schwimmbad gelockt und missbraucht: Mann zeigt Reue vor Gericht
Von Martin Oversohl
Freiburg - Der Fall einer verschwundenen Sechsjährigen löste im vergangenen Sommer bundesweit Entsetzen aus: Im Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch des Kindes hat der angeklagte Mann (31) ein Geständnis abgelegt.
Er soll ein sechsjähriges Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockt und in einem Maisfeld sexuell missbraucht haben. "Ich bereue sehr, dass das geschehen ist", ließ der 31-Jährige vor dem Landgericht in Freiburg über seinen Anwalt erklären. "Ich kann mir auch nicht erklären, wie es dazu kommen konnte."
Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Kammer auf einen Strafrahmen für den Mann verständigt.
Wahrscheinlich ist nun eine Haftstrafe zwischen mindestens drei Jahren und neun Monaten sowie höchstens vier Jahren und neun Monaten Gefängnis, sagte der Vorsitzende Richter.
Zu Details und Fragen will sich der Angeklagte erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Die Eltern des Mädchens sagten zum Schutz des Kindes hinter verschlossenen Türen aus.
Mädchen Stunden später in Wald entdeckt
Der Fall hatte im vergangenen Sommer bundesweit Entsetzen ausgelöst: Der Mann soll das Kind aus dem Schwimmbad gelockt und sexuell missbraucht haben. Erst Stunden später wurde das Kind mehrere Kilometer entfernt in einem Wald entdeckt - verletzt und nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet.
Dem Angeklagten aus Rumänien wird unter anderem sexueller Missbrauch, sexuelle Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Erstmeldung: 12.07 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.37 Uhr.
Titelfoto: Martin Oversohl/dpa
