Beim Warten auf den Bus: Teenagerin soll 15-Jährigen mit Taschenmesser erstochen haben

Von Irena Güttel

Ansbach - Die Tat erschütterte viele Menschen: Nach einem schönen Sommertag am Brombachsee in Mittelfranken geraten mehrere junge Leute in Streit. Eine 19-Jährige ersticht einen Jugendlichen mit einem Taschenmesser.

Die Rettungskräfte konnten das Leben des 15-Jährigen nicht mehr retten. (Archivbild)  © Goppelt/vifogra/dpa

Der 15-Jährige starb noch am Tatort. Nun beginnt am Landgericht in Ansbach der Prozess gegen die Heranwachsende.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen heimtückischen Mord vor. Den Ermittlungen zufolge wartete die junge Frau aus Nürnberg mit Freunden am Abend des 21. Juni 2026 an einer Bushaltestelle nahe des Brombachsees.

An der Haltestelle auf der anderen Straßenseite wartete ebenfalls eine Gruppe junger Leute, unter denen sich das spätere Opfer befand. Beide Seiten gerieten in Streit.

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Dabei soll die 19-Jährige den Jugendlichen rassistisch beleidigt haben. Dieser hatte die deutsche und brasilianische Staatsangehörigkeit. Aus Sicht der Ermittler war Rassismus dennoch nicht das Motiv für die Tat.

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Schließlich soll die junge Frau über die Straße zu der anderen Gruppe gegangen sein. In ihrer Hand soll sie dabei verborgen ein Taschenmesser gehalten haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge schlug sie dem 15-Jährigen erst mit der Faust ins Gesicht und rammte ihm dann das Messer in den Hals. Für den Jugendlichen kam jede Hilfe zu spät.

Die Öffentlichkeit ist nach Angaben eines Gerichtssprechers zu der Verhandlung zugelassen. Nach der Verlesung der Anklage habe die junge Frau die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

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