Zwei Frauen mit Auto verletzt: Sechs Jahre Haft für Ex-Partner

Von Andrea Königl

Landshut - Außer sich vor Wut rast ein Mann nach der Trennung von seiner Freundin mit dem Auto auf die Frau und deren Mutter zu.

Weil er einen direkten Tötungsvorsatz gehabt habe, wurde der Beschuldigte zu sechs Jahren Haft verurteilt. (Symbolfoto)
Weil er einen direkten Tötungsvorsatz gehabt habe, wurde der Beschuldigte zu sechs Jahren Haft verurteilt. (Symbolfoto)  © Lino Mirgeler/dpa

Vor dem Landgericht Landshut ist er dafür nun zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter werteten die Tat als gefährliche Körperverletzung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann versuchten Totschlag in zwei Fällen zur Last gelegt und eine Haftstrafe von acht Jahren gefordert. Der Verteidiger plädierte auf eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nach Überzeugung der Richter fuhr der Angeklagte im Mai 2025 in Taufkirchen/Vils mit dem Auto auf seine Ex-Freundin und deren Mutter zu.

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Die Frauen konnten ausweichen, wurden jedoch von dem Wagen erfasst und verletzt. Daraufhin schlug der Angeklagte die Frauen, würgte sie und bedrohte sie mit dem Tod.

Die Kammer ging davon aus, dass der Mann die Tat nicht von langer Hand geplant hatte, dass er jedoch beim Losfahren einen direkten Tötungsvorsatz gehabt habe und von diesem dann zurückgetreten sei.

Zur Entschuldigung des Angeklagten sagte der Vorsitzende Richter, es möge sein, dass ihm die Tat leidtue. Vor allem aber habe er eine gehörige Portion Selbstmitleid gezeigt.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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