Behinderte Kinder missbraucht: DRK-Fahrer muss für vier Jahre in den Knast

Leipzig - Der Fahrer des Leipziger DRK, der geistig behinderte Kinder auf dem Weg zu ihren Schulen sexuell missbrauchte, muss für vier Jahre ins Gefängnis. Im Prozess kam zudem heraus, dass er den Minderjährigen im Behindertenfahrzeug Pornofilme zeigte.

Muss für vier Jahre hinter Gitter: DRK-Fahrer Steffen H. (64) vergriff sich an den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen.
Muss für vier Jahre hinter Gitter: DRK-Fahrer Steffen H. (64) vergriff sich an den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen.  © Ralf Seegers

Schuldig der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und sexueller Belästigungen – so lautete das Urteil des Landgerichts gegen Steffen H. (64).

Der Kraftfahrer, der von 2014 bis 2019 für das DRK geistig behinderte Kinder und Jugendliche zu ihren Spezialschulen und Tageseinrichtungen fuhr, hat nach Auffassung der Richter in mehreren Fällen die "mangelnde Willensbildung" der Minderjährigen ausgenutzt – für sexuelle Übergriffe.

So vergewaltigte der Familienvater eine Jugendliche mit Fingern und einem Barttrimmer. Anderen Mädchen ging er an die Brüste. Eine Zwölfjährige musste auf seine Anweisung hin im Behindertenfahrzeug masturbieren. Die meisten Sauereien filmte der Perverse mit seinem Handy.

Die gesicherten Bilder und Videos überführten Steffen H. schließlich. Im Prozess legte er ein Geständnis ab, behauptete aber, von den Mädchen animiert worden zu sein.

Ungeheuerlich: Der Angeklagte räumte zudem ein, dass er den Kindern angeblich "zur Beruhigung" im DRK-Fahrzeug Pornofilme zu sehen gab, die sich auf seinem Handy befanden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Ralf Seegers

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