25-Jähriger in Porsche erschossen: Mordprozess beginnt dramatisch

München - Mit viel Dramatik hat am Montag in München der Prozess um die Tötung eines Mannes in seinem Porsche begonnen.

Der 24 Jahre alte Angeklagte sitzt im Hochsicherheitsgerichtssaal des Oberlandesgerichts in München.
Der 24 Jahre alte Angeklagte sitzt im Hochsicherheitsgerichtssaal des Oberlandesgerichts in München.  © Matthias Balk/dpa

"Mörder, du Mörder, du hast unseren Jungen umgebracht", rief eine Familienangehörige des Opfers, als der Angeklagte den Saal betrat, kurz bevor das Verfahren des Landgerichts München I losging.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen vor, das Opfer am Abend des 17. März 2020 aus Habgier und heimtückisch mit drei Schüssen ermordet zu haben.

Motiv für die Tat waren laut Anklage 8000 Euro Schulden im Zusammenhang mit Kokaingeschäften, die der Barkeeper nicht zurückzahlen wollte.

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"Er stellte damit sein eigenes rücksichtsloses Streben nach finanzieller Entlastung in krasser Eigensucht über das Lebensrecht des Geschädigten", sagte der Staatsanwalt.

Der Angeklagte räumte in einer Erklärung, die seine Verteidigerin verlas, die Schüsse auf den 25-Jährigen ein. Der Mann habe mehr Geld von ihm verlangt, als er ihm geschuldet habe, und ihn unter Druck gesetzt und bedroht.

Am Tatabend habe er den 25-Jährigen beeindrucken wollen und sei mit einer Waffe in dessen Porsche gestiegen. Als der Mann eine Bewegung machte, habe er Angst bekommen und geschossen. "Ich bereue zutiefst, was ich getan habe", erklärte der 24-Jährige.

Wegen Fluchtgefahr: Münchner Porsche-Mord-Prozess findet in Hochsicherheitsgerichtssaal statt

Eine Passantin hatte den Toten in dem Sportwagen entdeckt, der am Straßenrand in der Hugo-Wolf-Straße in München parkte.

Gut eine Woche nach der Tat am 27. März 2020 wurde der Barkeeper festgenommen. Im Februar legte er eine filmreife Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Stadelheim hin, wurde aber noch am selben Tag wieder gefasst.

Der Prozess gegen ihn findet nun im Hochsicherheitsgerichtssaal im Keller des Gefängnisses statt.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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