Berauschter Lkw-Fahrer rammt Streifenwagen von der A17: Urteil gefallen!

Pirna - Das hätte böse enden können. Als Jiri S. (40) im Sattelzug Scania über die A17 rumpelte, hatte er reichlich Drogen im Blut. Unfähig, die Lage zu erfassen, knallte er in einen Polizeiwagen. Nun darf der Tscheche vorerst in Deutschland nicht mehr fahren. Und eine Geldstrafe brummte ihm die Amtsrichterin in Pirna auch auf.

Das völlig demolierte Polizeifahrzeug steht an der Leitplanke. Ein Wunder, dass hier keiner tödlich verunglückte.
Das völlig demolierte Polizeifahrzeug steht an der Leitplanke. Ein Wunder, dass hier keiner tödlich verunglückte.  © Marko Förster

In den Morgenstunden des 3. August 2021 nahmen Polizisten zwischen Bahretal und Bad Gottleuba gerade einen Unfall zwischen einem Taxi und zwei Brummis auf. Zwei Beamte saßen im Streifenwagen Mercedes Vito, der dritte stellte ein Warnkreuz auf, stoppte ankommende Fahrzeuge per Handzeichen.

Doch darauf reagierte Jiri S. nicht. Er fuhr auf den Polizisten (52) zu! Der rettete sich geistesgegenwärtig mit einem Sprung über die Leitplanke und rief seinen Kollegen zu, sie mögen sich in Sicherheit bringen. Die Polizistin (20) sprang aus dem Wagen. Ihr Kollege (31) schaffte es nicht.

Denn in dem Moment knallte der Scania auf den Funkwagen.

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Mit Verletzungen an der Hand und Rücken und Verdacht auf schwere innere Verletzungen musste der Beamte per Heli in die Klinik gebracht werden.

Auch am Unfall-Truck entstand ein Sachschaden.
Auch am Unfall-Truck entstand ein Sachschaden.  © Marko Förster

52.000 Euro Unfallschaden

Jiri S. (40) wurde nach dem Unfall vor Ort untersucht. Schnell war klar: Er hat Drogen im Blut.
Jiri S. (40) wurde nach dem Unfall vor Ort untersucht. Schnell war klar: Er hat Drogen im Blut.  © Marko Förster

Seine Kollegin erlitt einen Schock. Der dritte Beamte verletzte sich am Knie. Die Autobahn Richtung Prag war stundenlang gesperrt.

Der Unfallschaden, den Jiri verursachte, betrug 52.000 Euro.

Zum Prozess kam der Tscheche aber nicht. Weil er bisher keine Vorstrafen hatte, wurde im Gerichtssaal ein Strafbefehl verhängt. Jiri muss nun 4800 Euro zahlen, wahlweise 120 Tage in Haft.

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Und er darf insgesamt ein Jahr lang nicht in Deutschland fahren.

Titelfoto: Bildmontage: Marko Förster

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