Hämatome und Rippen gebrochen: Haben diese Eltern ihr Baby misshandelt?

Plauen - Haben Annabell I. (25) und ihr Ehemann Benjamin (32) die gemeinsame Tochter (1) misshandelt? Dieser Frage geht der Prozess um Misshandlung Schutzbefohlener am Amtsgericht Plauen seit Mittwoch auf den Grund.

Misshandelte Annabell I. (25) ihr Kind?  © privat

Was Staatsanwältin Angelina Kammerloher (35) dem vogtländischen Elternpaar vorwirft, ist starker Tobak: So sollen Annabell und Benjamin Baby Lisa (Name geändert) von Januar bis Februar 2025 "mit nicht mehr genau feststellbarer Gewalt in Form von Schlägen oder ruckartigen Schüttel- oder Drehbewegungen" traktiert haben, so Kammerloher bei der Verlesung der Anklage.

Die Folge für das wenige Wochen alte Mädchen: Hämatome am linken Ohr und an der linken Innenseite des Oberarms, Rippenbrüche.

Nachdem die Eltern das kranke Baby zunächst ins Helios Vogtland-Klinikum Plauen gebracht hatten, wurde es ein paar Tage später nach Leipzig überstellt. Beim Verletzungsbild wurden die Mediziner stutzig: Die Hämatome und Rippenfrakturen stammten mit großer Wahrscheinlichkeit von Misshandlungen.

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Die Ärzte riefen die Polizei. Seitdem befindet sich die kleine Lisa in Obhut des Jugendamtes.

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Anklägerin Angelina Kammerloher (35) wirft dem Ehepaar Misshandlung von Schutzbefohlenen vor.  © privat

Eltern ließen erklären, dass sie mit den Anklagepunkten nichts zu tun haben

Auch Ehemann Benjamin I. (32) sitzt auf der Anklagebank.  © privat

Die Eltern ließen zu Prozessbeginn erklären, dass sie mit den Anklagepunkten nichts zu tun haben (Annabells Verteidiger Alexander Giehler: "Meine Mandantin weist den Vorwurf zurück!").

Laut einer Chefärztin soll sich Mutter Annabell im Krankenhaus um ihr Kind gekümmert haben.

Allerdings gab es auch Anzeichen für wachsende Ungeduld der Mutter.

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Weil eine Krankenschwester als Zeugin nicht zur Verhandlung erschien, wird der Prozess am 5. August fortgesetzt.

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