Prozess um Axtmord-Fall: Urteil gegen Ex-Athletiktrainer erwartet
Zwickau/Lichtenstein - In dem Prozess gegen den Angeklagten René K. (39) soll am heutigen Donnerstag am Landgericht Zwickau ein Urteil gefällt werden. Er soll im Juli vergangenen Jahres seinen früheren Fußballtrainer ermordet haben.
Zum Prozessauftakt im März hatte der 39-Jährige bereits ein Geständnis abgelegt. Dabei erläuterte er, dass er in seinem Opfer seinen damaligen Peiniger erkannt habe, der ihn als Teenager sexuell missbraucht haben soll.
Aufgrund eines Gedächtnisverlusts nach einem Unfall im Jahr 2011 konnte sich der Angeklagte an das Geschehen lange nicht erinnern. Jedoch plagten ihn Träume zu dem Geschehen. Nach einem Tipp eines Fußballkollegens wollte sich der 39-Jährige Klarheit verschaffen und konfrontierte den ehemaligen Fußball-Trainer.
Dabei kam es zu der Axt-Attacke, an die sich der Angeklagte laut eigenen Aussagen nicht erinnern kann. Er habe erst später die schlimm zugerichtete Leiche vorgefunden. Seine Erinnerung an die Tat kam laut des 39-Jährigen erst in der Untersuchungshaft zurück.
Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer den Angaben zufolge wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt. Die Verteidigung plädiert dagegen auf Freispruch wegen Schuldunfähigkeit, andernfalls auf Strafmilderung wegen verminderter Schuldfähigkeit.
Das Urteil wird gegen 15 Uhr erwartet.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Mike Müller