Pirna - Ein tödlicher Massenunfall auf der A17 fand am Mittwoch im Amtsgericht Pirna sein juristisches Nachspiel.
Lkw-Fahrer Gyula P. (57) war am Abend des 22. Oktober 2023 nahe Bad Gottleuba mit seinem Scania-Sattelzug ungebremst auf ein Stauende aufgefahren.
Acht Autos wurden ineinander geschoben, es gab 16 Verletzte. Eine Frau aus Österreich (†68) verstarb Monate später an ihren Verletzungen.
Das Gericht sprach den ungarischen Berufskraftfahrer am Mittwoch schuldig und verurteilte ihn zu 4250 Euro Geldstrafe.
Da Gyula P. beim Unfall weder zu schnell noch betrunken war, vorher seine Ruhezeiten eingehalten hatte und auch vor Gericht aussagte, darf er seinen Beruf weiter ausüben.
Er selber gab über seine Anwältin zu Protokoll, das Lenkrad verrissen zu haben, nachdem ihm beim ersten Aufprall etwas an die Windschutzscheibe geflogen war.