Frau auf Heimweg abgepasst und getötet? Bekannter wegen Mord vor Gericht
Von Martin Oversohl
Stuttgart/Sindelfingen - Ein Mann soll eine 38-jährige Bekannte im Sindelfinger Wald auf dem Heimweg vom E-Scooter gerissen und umgebracht haben.
Fast ein Jahr später steht der 46-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Ihm wird Mord vorgeworfen. Das Gericht will an insgesamt neun Tagen verhandeln. Das Urteil soll somit Mitte Mai fallen.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der Mann aus der Ukraine seinem russischen Opfer Ende Februar vergangenen Jahres aufgelauert haben. Seit Herbst 2024 habe zwischen den beiden eine Bekanntschaft bestanden - wie eng diese war, ist bislang nicht öffentlich geworden.
Anfang vergangenen Jahres habe es aber immer wieder Streit gegeben.
In der Tatnacht fuhr die 38 Jahre alte Frau laut Staatsanwaltschaft von einer Gaststätte mit einem E-Scooter durch einen Wald nach Hause. Dort habe sie der Beschuldigte abgepasst, vom Roller gezogen und anschließend getötet. Eine Obduktion hatte ergeben, dass die Frau durch "Gewalteinwirkung gegen den Hals" ums Leben gekommen ist.
Die Leiche soll der 46-jährige Mann in einem Kröten-Tunnel unter der Straße versteckt haben. Monatelang blieb die Tat verborgen, dann entdeckte ein Waldarbeiter im Mai die Tote. Vier Wochen darauf wurde der Tatverdächtige aus dem Kreis Konstanz gefasst.
Titelfoto: ---/dpa
