Dormagen - Traurige Entdeckung im Rhein-Kreis Neuss: An einem See in einem Wald in Dormagen ist am Mittwoch ein lebloser Teenager gefunden worden.
Nach Angaben der örtlichen Polizei und der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Toten um einen 14-Jährigen aus Eritrea, der in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen lebte.
Der Jugendliche sei "völlig unbescholten gewesen", erklärte Staatsanwältin Janne Jakobek gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Nach Angaben der Ermittler hatten Spaziergänger den Jugendlichen am frühen Mittwochabend gegen 17 Uhr im Bereich eines Sees an der Salm-Reifferscheidt-Allee im Ortsteil Hackenbroich entdeckt und sofort einen Notruf abgesetzt.
Ein hinzugezogener Notarzt konnte vor Ort jedoch nur den Tod des Jungen feststellen. Seine Eltern seien informiert worden.
Rechtsmediziner sollen nun mit einer Obduktion im Laufe des Tages die Todesursache und den Todeszeitpunkt klären.
Jugendlicher wurde vermutlich Opfer eines Kapitalverbrechens
Nach Angaben der Ermittler wies der Jugendliche Verletzungen auf, die auf ein Kapitalverbrechen hindeuten. So könne ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden, schilderte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen.
Nähere Angaben zu den Verletzungen wollte der Beamte aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.
Der Bereich um den See wurde von Kriminalbeamten abgesperrt und noch in der Nacht Spuren rund um den Fundort gesichert. Die Spurensuche solle nach dpa-Informationen am Donnerstag fortgesetzt werden.
Die Polizei richtete zudem eine Mordkommission namens "Waldsee" ein, die die Ermittlungen übernommen hat.
Nach Leichenfund an Waldsee: Polizei sucht Zeugen und bittet um Hinweise
Die Ermittlungen zum Tathergang und zu den Hintergründen laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang sind die Beamten auch auf der Suche nach Zeugen, die möglicherweise verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Unklar ist auch, warum sich der Jugendliche an dem See aufgehalten hatte.
Hinweise zur mutmaßlichen Tat oder Tätern werden unter der Telefonnummer 02131/3000, per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de oder an jeder Polizeidienstelle entgegengenommen.
Erstmeldung vom 29. Januar, 8.40 Uhr; zuletzt aktualisiert um 13.08 Uhr.