Pfleger vergewaltigt Wachkoma-Patientin und zeugt Kind mit ihr

Phoenix - In den USA bekannte sich ein ehemaliger Krankenpfleger (37) schuldig, eine hilflose Patientin (29) mehrfach vergewaltigt und ein Kind mit ihr gezeugt zu haben.

Ex-Pfleger Nathan Sutherland (37) bekannte sich schuldig, sein Opfer mehrfach vergewaltigt zu haben.
Ex-Pfleger Nathan Sutherland (37) bekannte sich schuldig, sein Opfer mehrfach vergewaltigt zu haben.  © Maricopa County Sheriff's Office

Das erschütternde Verbrechen passierte 2018 über einen längeren Zeitraum in der Pflegeeinrichtung "Hacienda HealthCare" in Phoenix, US-Bundesstaat Arizona.

Die schockierende Wahrheit über die Taten kam im Dezember 2018 ans Licht, als ein Mitarbeiter der Einrichtung bemerkte, dass bei der betroffenen Wachkoma-Patientin, die aufgrund ihrer Behinderung seit frühester Kindheit in dem Familienzentrum lebte, der Geburtsvorgang einsetzte, berichtet die New York Post.

Zuvor hatte wohl niemand sonst vom Personal bemerkt, dass die Frau schwanger war.

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Die 29-Jährige, die seit einem Badeunfall im Alter von drei Jahren schwere Hirnschäden hat, nicht spricht und aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen ihre Gliedmaßen kaum bewegen kann, brachte einen gesunden Sohn zur Welt.

Die Polizei ermittelte mit Hilfe von DNA-Tests bald den Täter und somit auch den Vater des Kindes: Nathan Sutherland, inzwischen Ex-Pfleger, betreute sein Opfer seit 2012.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass Sutherland die wehrlose Frau immer wieder missbraucht hatte. Meistens nachts, wenn die meisten Kollegen des medizinischen Personals schon Feierabend hatten und nach Hause gegangen waren.

Täter entgeht Höchststrafe

Nathan Sutherland wurde wegen sexueller Übergriffe und des Missbrauchs eines schutzbedürftigen Erwachsenen festgenommen. Er bekannte sich schuldig, die Frau vergewaltigt zu haben. Ihm droht nun eine Haftstrafe zwischen fünf und maximal zehn Jahren mit anschließender lebenslanger Bewährung.

Ursprünglich drohten dem 37-Jährigen bis zu 14 Jahre Haft. Die Höchststrafe wurde herabgesetzt, nachdem Sutherland einem gerichtlichen Vergleich zustimmte.

Mitarbeiter vom "Hacienda HealthCare"-Zentrum hätten sich über das vorgeschlagene Urteil empört, das endgültig am 4. November fallen soll.

Familie klagt auf Entschädigungs-Zahlungen

"Dieser Mann hat ein schreckliches Verbrechen begangen. Jetzt bekommt er ein bisschen was 'auf die Pfoten', das ist nicht in Ordnung. Alle, mit denen ich bei 'Hacienda' zusammengearbeitet habe, waren wütend. Keiner von uns kann es glauben", sagte Davena Ballard, die als Krankenschwester in dem Pflegeheim gearbeitet hatte, gegenüber dem Sender KPHO-TV, eine Tochter von CBS Phoenix.

Nach der Geburt des Babys wurde die 29-Jährige in eine andere Einrichtung verlegt. Ihre Eltern, die sich um den kleinen Jungen kümmern, verklagten die Pflegeeinrichtung auf Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 15 Millionen Dollar (rund 12,6 Millionen Euro) sowie den Bundesstaat Arizona, der einen Vertrag mit "Hacienda HealthCare" hatte, auf 7,5 Millionen Dollar (rund 6,3 Millionen Euro).

Die junge Frau werde nun von einer Ärztin betreut.

Titelfoto: Montage: 123rf.com/jacephoto, Maricopa County Sheriff's Office

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