Frau lag tot in ihrer Wohnung: Ist die Polizei einer Serientäterin auf der Spur?

Schwäbisch Hall - Nachdem am Mittwochabend eine 89 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung in Michelbach (Kreis Schwäbisch Hall) aufgefunden wurde, verdichten sich die Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zu früheren Mordfällen.

Mit diesem Phantombild hatte die Polizei bereits 2021 auf Hinweise gehofft: Gibt es eine Verbindung zu den aktuellen Mordfällen?
Mit diesem Phantombild hatte die Polizei bereits 2021 auf Hinweise gehofft: Gibt es eine Verbindung zu den aktuellen Mordfällen?  © Polizei

"Derzeit laufen umfangreiche Ermittlungen, auch bezüglich möglicher Tatzusammenhänge, die nicht ausgeschlossen werden können", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen mit.

Die Ermittlungen wurden von der "Soko Höhe" übernommen. Diese wurde im Dezember vergangenen Jahres gegründet, nachdem in Schwäbisch-Hall eine 77-Jährige tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden war.

Die Seniorin war nach ersten Ermittlungen Opfer eines Tötungsdeliktes geworden. Zuletzt war sie am Mittwochabend, den 21. Dezember 2022, in einem Supermarkt am Hagenbacher Ring gesehen worden, teilte die Polizei mit. Zwei Tage später war sie tot.

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Beide Fälle erinnern an einen weiteren Vorfall, der sich bereits im Oktober 2020 - ebenfalls im Landkreis Schwäbisch Hall - ereignet hatte. Damals wurde eine 94 Jahre alte Frau brutal getötet. Ein Täter oder eine Täterin konnte jedoch nie gefasst werden.

Jedoch veröffentlichte die Polizei das Phantombild einer Frau, die als Zeugin oder Tatverdächtige infrage kommen könnte. Ob die bislang Unbekannte möglicherweise auch etwas mit den anderen Taten zu tun haben könnte, ist noch unklar.

"Soko Höhe" bittet weiter um Hinweise zu aktuellem Fall

Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter auf Hochtouren. (Symbolbild)
Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter auf Hochtouren. (Symbolbild)  © 123RF/udo72

Eines steht jedoch fest: Eine derartige Häufung von Tötungsdelikten in unmittelbarer Nähe zueinander ist ungewöhnlich, wie Staatsanwalt Harald Lustig dem SWR erklärte.

Zudem gebe neben den nah beieinander liegenden Tatorten noch weitere Parallelen. Die Zusammenhänge müssten aber noch weiter geprüft werden.

Derweil bittet die "Soko Höhe" weiter um Mithilfe aus der Bevölkerung. Die Beamten fragen: "Fielen im Verlauf des Mittwochs Personen oder Fahrzeuge in Michelbach auf, die jemandem verdächtig oder fremd vorkamen?"

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Entsprechende Hinweise werden von der Soko unter der Telefonnummer 07151/950333 entgegengenommen.

Titelfoto: 123RF/udo72, Polizei (Bildmontage)

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