Stade/Gyhum - Das Landgericht Stade hat einen 34-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Laut Anklage hat der Mann im September seine Freundin vergewaltigt und ermordet.
Wie das Landgericht mitteilte, wurde der 34-Jährige am Montag wegen Mordes in Tateinheit mit Vergewaltigung mit Todesfolge sowie Brandstiftung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte darüber hinaus die besondere Schwere der Schuld fest.
Zudem wurde der Mann in einem sogenannten Adhäsionsverfahren zu einer Zahlung von rund 26.000 Euro an Nebenkläger verurteilt.
Das Adhäsionsverfahren ermöglicht es Geschädigten, zivilrechtliche Ansprüche bereits im Strafverfahren geltend zu machen.
Der Mann tauchte am frühen Morgen des 24. September 2025 im Polizeikommissariat Zeven auf und stellte sich der Polizei.
Er gab an, dass es in der Nacht zu einem Streit mit seiner Partnerin gekommen sei. Daraufhin sei es zu einem Angriff gekommen, infolgedessen die 30-Jährige gestorben sei.
Der 34-Jährige setzte nach dem Mord eine Scheune in Brand
Die Polizei nahm den Mann fest und fand die tote Frau im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung in Gyhum (Landkreis Rotenburg).
Nach dem Mord an seiner Freundin setzte der Verurteilte Hunderte Meter vom Tatort entfernt zudem noch eine Scheune mit Strohballen in Brand.
Laut Mitteilung der Feuerwehr kämpften rund 100 Kräfte 21 Stunden lang gegen die Flammen.