Von Irena Güttel
Fürth - Auf einer Hochzeitsfeier in Fürth soll ein 27-Jähriger den Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit sechs Schüssen getötet haben.
Am Mittwoch beginnt der Prozess gegen den Franzosen vor dem Landgericht in Nürnberg.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor. Das Motiv sollen Geldforderungen zwischen den beiden Familien wegen der beiden Kinder des Angeklagten und seiner Ex-Freundin gewesen sein.
Den Ermittlungen zufolge war der Angeklagte am 23. März 2025 mit mehreren Verwandten zu der Hochzeitsfeier in einer Eventlocation an der Hafenstraße in Fürth gegangen, zu der auch das spätere Opfer eingeladen war.
Demnach schoss er dort dem 47-Jährigen sechsmal gezielt in den Oberkörper. Dieser starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Hunderte Gäste waren anwesend.
"Die Anklage sieht das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an, da der Angeschuldigte bei der Tatbegehung die Arg- und Wehrlosigkeit seines an einem Gästetisch sitzenden, von ihm abgewandten Opfers ausnutzte", so die Staatsanwaltschaft.
Mordprozess startet: Todesschütze von Hochzeit in Fürth stellte sich der Polizei
Der Verdächtige floh laut Staatsanwaltschaft mit seinen Begleitern nach Frankreich. Dort stellte er sich in derselben Nacht noch der Polizei und räumte die Tat ein. Seitdem hatte er zu den Vorwürfen laut den Ermittlern geschwiegen.
Kurz darauf wurde er ausgeliefert. Er sitzt seit April in Deutschland in Untersuchungshaft.
Am ersten Prozesstag sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin mehrere Zeugen geladen. Dabei handelt es sich um Polizeikräfte.
Die Staatsanwaltschaft benannte außerdem zahlreiche Gäste der Hochzeitsfeier als Zeugen. Außerdem gibt es Videoaufnahmen aus der Festhalle.