Jugendliche töten 18-Jährigen mit 100 Messerstichen: So lange müssen die Täter hinter Gitter
Hamburg - Zwei Jugendliche haben im April 2025 einen 18-Jährigen erstochen. Die Leiche fanden Spaziergänger im Hamburger Stadtpark. Jetzt wurde ein Urteil verkündet.
Insgesamt zwei Verdächtige mussten sich wegen gemeinschaftlichen heimtückischen Mordes vor der Großen Jugendkammer verantworten. Beide waren zum Tatzeitpunkt ebenfalls 18 Jahre alt.
Am Freitag wurde verkündet: Einer der beiden Angeklagten wurde wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Der andere Angeklagte wurde ebenfalls wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von 12 Jahren verurteilt. Aktuell sei das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig, teilte das Landgericht mit.
Am 16. April 2025 sollen die mutmaßlichen Täter den 18-Jährigen erst in den Stadtpark bestellt haben. Dort sollen sie ihn gezielt mit Alkohol abgefüllt und anschließend mit zahlreichen Messerstichen getötet haben.
Insgesamt erlitt der 18-Jährige 100 Stichverletzungen an Kopf, Hals und im Bereich des Unterkörpers. Aufgrund des Alkohols sei der 18-Jährige beeinträchtigt gewesen und habe nicht mit einem tödlichen Angriff gerechnet.
Passanten hatten die Leiche am Gründonnerstag 2025 in einem Gebüsch nahe dem Planschbecken im Park entdeckt und die Polizei alarmiert.
Tötung im Stadtpark: Angeklagter soll aus Mordlust gehandelt haben
Einer der beiden Angeklagten sei außerdem verdächtig, aus Mordlust gehandelt zu haben. Vor der mutmaßlichen Tat soll dieser sich mit der Tötung eines Menschen als solchem beschäftigt haben.
Im Zuge dessen habe er verschiedene Tötungs-Varianten in seinem Freundeskreis erzählt. Ob sich die mutmaßlichen Täter und das Opfer kannten, geht aus dem Urteil allerdings nicht hervor.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
