Versuchter Mord? Festnahmen nach Schießerei mit einem Verletzten
Offenbach am Main - Erst hörten die Nachbarn Schüsse und Schreie, dann stieß die Polizei auf einen schwer verletzten Mann: Vor dem Hintergrund der Bluttat in Offenbach am Main im Oktober rückten am Mittwochmorgen zahlreiche Polizisten sowie Spezialkräfte aus, um mehrere junge Männer festzunehmen!
Die Beamten durchsuchten "fünf Wohnungen und zwei Geschäftsräume in Hanau, Frankfurt am Main, Rüsselsheim und Kelsterbach", wie das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mitteilten.
"Die Ermittlungen richten sich gegen vier Männer im Alter von 22 bis 33 Jahren", ergänzte ein Sprecher.
Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweise sichergestellt, "darunter eine scharfe Schusswaffe, zwei Schlagringe und mehrere Mobiltelefone", hieß es weiter.
Gegen den 33 Jahre alten Hauptverdächtigen lag zu diesem Zeitpunkt bereits ein Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes vor. Er wurde in Hanau festgenommen.
Die weiteren Verdächtigen wurden zwar ebenfalls festgenommen, aber im Gegensatz zu dem 33-Jährigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Schüsse in Offenbach-Bürgel: Opfer und Verdächtige kennen sich offenbar
Der Vorfall, um den es bei dem Polizei-Schlag am Mittwochmorgen ging, ereignete sich bereits am späten Abend des 23. Oktober 2025 in Offenbach-Bürgel. "Ein damals 43-Jähriger wurde bei der Tat erheblich verletzt", betonte der Sprecher.
Die Ermittler gehen davon aus, dass dabei gezielt auf das Opfer geschossen wurde. Polizisten stellten nach den Schüssen im Oktober am Tatort mehrere Patronenhülsen sicher.
Die mutmaßlichen Täter und der angeschossene Mann stehen nach den bisherigen Ermittlungen offenbar in einer Verbindung zueinander.
Die genauen Hintergründe der Bluttat sind aber noch unklar, die Ermittlungen zu den Schüssen in Offenbach-Bürgel dauern an.
Titelfoto: 5VISION.NEWS

