Polizeigürtel um Hals: War Johannas Tod ein tragischer Unfall?
Graz - Nach der Festnahme des 30 Jahre alten Polizisten Manuel M. sind im Fall der getöteten Johanna G. weitere Details bekannt geworden.
Wie Landespolizeidirektion und Staatsanwaltschaft Steiermark berichten, soll Manuel M. am Dienstag im Zuge einer Vernehmung gestanden haben, Johanna getötet und ihre Leiche anschließend in einem Waldstück nahe dem Grundstück seiner Eltern in der Südoststeiermark verscharrt zu haben.
Laut seinen Angaben habe es sich dabei jedoch um einen Unfall gehandelt, berichtet die österreichische Tageszeitung "Krone"
Demnach sei die Fitnesstrainerin mit einem Uniformgürtel erdrosselt worden, den Manuel ihr im Rahmen von "einvernehmlichen Sexwürgespielen" um den Hals gelegt und an der Nackenstütze seines Autos befestigt habe. Nach seiner Darstellung habe sich Johanna dabei jedoch selbst stranguliert.
Johanna G. wurde am Dienstag von den Behörden aufgefunden - vollständig bekleidet. Um ihren Hals befand sich der besagte Polizeigürtel.
Wo und wann sich die Tat genau ereignet hat und was sich in den letzten Stunden vor Johannas Tod tatsächlich abgespielt hat, ist weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Prominente Anwältin Astrid Wagner verteidigt den mutmaßlichen Täter Manuel W.
Am Donnerstagnachmittag wurde bekannt, dass die renommierte Wiener Anwältin Astrid Wagner die Verteidigung des mutmaßlichen Täters übernommen hat.
"Mein Klient ist unschuldig [...] seine Schilderungen entsprechen der Wahrheit", erklärte Wagner.
Sie ergänzt: "Wofür auch der seit Kurzem vorliegende Obduktionsbefund spricht: An der Leiche von Johanna G. wurden schließlich keinerlei Abwehrverletzungen festgestellt."
Wagner wurde unter anderem durch ihre Verteidigung von Josef Fritzl sowie von Patrick M. bekannt, der im November seine Ex-Partnerin, die österreichische Beauty-Influencerin Stefanie P., getötet haben soll.
Die Ermittlungen dauern an.
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