Student (†22) auf offener Straße erstochen: Grausame neue Details bekannt - mutmaßlicher Täter in Psychiatrie
Trier - Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 22 Jahre alten Studenten in Trier wurden nun weitere Einzelheiten zum mutmaßlichen Täter, Tatablauf und den laufenden Ermittlungen bekannt. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet. Zudem gibt es neue Erkenntnisse zum Gesundheitszustand des Beschuldigten.
Die Tat ereignete sich am Mittwoch gegen 10 Uhr auf einem Fußgängerweg in der Robert-Schuman-Allee.
Nach neuestem Stand der Ermittlungen war der 22-jährige Student nach einem Einkauf in einem nahe gelegenen Supermarkt unterwegs, als er dem Tatverdächtigen begegnete.
Der 22-jährige afghanische Staatsangehörige, der seit mehreren Jahren in Trier lebte und zuletzt in der Nähe des Tatorts wohnte, soll den Studenten aus bislang ungeklärten Gründen mit einem mitgeführten Küchenmesser angegriffen und ihm mindestens zwei Stiche in den Oberkörper versetzt haben.
Das Opfer brach auf dem Gehweg zusammen und wurde nach sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht, wo es kurze Zeit später starb.
Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst, konnte jedoch wenig später in der Nähe des Tatorts von der Polizei festgenommen werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft räumte der Beschuldigte unmittelbar nach seiner Festnahme ein, auf den Studenten eingestochen zu haben. Weitere Angaben machte er demnach nicht.
War der mutmaßliche Täter zum Tatzeitpunkt schuldfähig?
Bislang gibt es noch keine Hinweise auf ein mögliches Tatmotiv. Täter und Opfer sollen sich nicht gekannt haben. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich um eine zufällige Begegnung handelte.
Der Tatverdächtige wurde am Donnerstag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete dieser die einstweilige Unterbringung in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie an.
Nach dem vorläufigen Stand der Ermittlungen leidet der 22-Jährige an einer psychischen Erkrankung und war deshalb in jüngerer Zeit bereits in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung.
Es bestehen Anhaltspunkte dafür, dass seine Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt beeinträchtigt gewesen sein könnte. Zur Klärung dieser Frage soll nun ein psychiatrisches Sachverständigengutachten eingeholt werden. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern an.
Titelfoto: Montage: Harald Tittel/dpa,

