Neue Epstein-Akten ziehen immer weitere Kreise! Auch Europäer im Fokus
Washington D.C./London - Die jüngste Veröffentlichung neuer Dokumente über den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) zieht weitere Kreise bis nach Europa.
Der britische Premierminister Keir Starmer (63) ordnete am Montag eine Untersuchung zu den Kontakten des früheren britischen Botschafters in den USA, Peter Mandelson (72), zu dem Sexualstraftäter an.
Auch die Namen von Prominenten aus Frankreich, Norwegen und der Slowakei tauchten in den neuen Akten auf, die das US-Justizministerium am Freitag veröffentlicht hatte.
Die Akten rückten die engen Verbindungen Mandelsons zu Epstein erneut in den Fokus. Es würden nun "alle verfügbaren Informationen über Peter Mandelsons Kontakte zu Jeffrey Epstein während seiner Zeit als Minister" geprüft, sagte Starmers Sprecher.
Zudem solle Mandelson aus dem britischen Oberhaus, dem House of Lords, ausgeschlossen werden.
Mandelson war im September wegen der Enthüllungen als Botschafter abgesetzt worden. Grund waren damals bekannt gewordene E-Mails des Briten an Epstein.
Jack Lang und Co.: Auch in Frankreich hatte Jeffrey Epstein Bekanntschaften
Den neuen Dokumenten zufolge soll der Labour-Politiker Anfang der 2000er-Jahre mehrfach Geld von Epstein erhalten haben. Weitere Dokumente sollen Überweisungen Epsteins an Mandelsons Lebenspartner Reinaldo Avila da Silva belegen. Mandelson war zum damaligen Zeitpunkt Minister.
In einem Interview mit der BBC sage Mandelson, er wisse nicht, ob die Bankauszüge authentisch seien. Am Sonntagabend trat er jedoch aus der Labour-Partei aus mit der Begründung, er wolle die Partei "nicht weiter in Verlegenheit bringen".
Auch der Name des früheren französischen Kultur- und Bildungsministers Jack Lang (86) taucht in den neuen Epstein-Akten auf.
Demnach unterhielten Lang und seine Tochter Caroline Kontakte zu dem US-Finanzinvestor. Laut dem französischen Online-Magazin "Mediapart" finden sich in den Akten keine Belege für eine Verwicklung Langs oder seiner Tochter in Epsteins kriminelle Machenschaften.
Nach Informationen der Zeitung "Le Monde" bat Lang Epstein um Gefälligkeiten wie die Nutzung eines Autos oder Flugzeugs für sich selbst oder seine Familie.
Auch Männer aus Slowakei und Norwegen genannt
Auch in der Slowakei und in Norwegen war Epstein den jüngsten Dokumenten zufolge offenbar vernetzt: Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (61) akzeptierte am Sonntag den Rücktritt des langjährigen Außenministers Miroslaw Lajcak (62) wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Epstein.
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit räumte "peinliche" Fehler ein, nachdem norwegische Medien berichtet hatten, dass ihr Name mindestens tausendmal in den neuen Akten auftaucht.
Das Justizministerium in Washington hatte am Freitag mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos.
Darin erscheinen wieder die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten, darunter der heutige US-Präsident Donald Trump (79), Tech-Multimilliardär Elon Musk (54), Microsoft-Gründer Bill Gates (70) und der ehemalige britische Prinz Andrew (65).
Titelfoto: - / HOUSE OVERSIGHT DEMOCRATS / AFP

