1000 Ultras prügeln sich vor Bayern-Spiel! 500 in Gewahrsam
Von Manuel Schwarz
München - An der Massenschlägerei vor dem Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart (4:2) waren nach Polizeiangaben rund 1000 Fans beteiligt.
Die Ultras trafen sich am Sonntagnachmittag offenbar bewusst zu der Auseinandersetzung auf einem Parkplatz in Stadionnähe, wie Polizeisprecher Christian Drexler am Tag danach sagte.
"Es hatte für uns den Anschein, als ob die Aktion geplant war. Es hat nicht spontan ausgeschaut."
Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die Randalierer ein. Acht Beamte wurden bei der Aktion verletzt, großteils wegen des Pfeffersprays.
Mehr als 500 Fans aus Stuttgart kamen in Gewahrsam. Wie viele von den Anhängern verletzt wurden, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Drexler schilderte, dass zunächst rund 500 Stuttgart-Ultras auf dem Weg von der U-Bahn-Station Fröttmaning zum Stadion plötzlich in eine unerwartete Richtung losrannten.
Aus Kapazitätsgründen: Nur Stuttgarter festgesetzt
Bei einem Park&Ride-Parkplatz trafen die zum Teil vermummten Personen dann auf etwa ebenso viele Anhänger des FC Bayern. Es kam dann zu den Zusammenstößen zwischen den beiden Gruppen.
Die Polizei konnte die Gruppen umgehend trennen und kesselte die Stuttgarter ein. Etwa 350 von ihnen wurden mit angeforderten Sonderbussen in das Polizeipräsidium in die Innenstadt gefahren, der Rest vor Ort festgesetzt.
Bis zum Abend wurden alle Personen entlassen. In Gewahrsam genommen wurden dann übrigens nur VfB-Stuttgart-Fans. Das habe daran gelegen, dass die Anzahl der Polizisten vor Ort nicht gereicht habe, um beide Gruppen festzusetzen.
Titelfoto: -/Einsatzreport24/dpa
