230 Ermittler jagen Sparkassen-Einbrecher von Gelsenkirchen

Von Marc Herwig

Düsseldorf/Gelsenkirchen - Nach dem spektakulären Sparkassen-Einbruch mit Millionenbeute in Gelsenkirchen sucht die Polizei inzwischen mit 230 Ermittlern nach den Tätern.

Durch ein gebohrtes Loch in der Wand verschafften sich die Täter Zugang zum Tresorraum.  © -/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Es gebe eine "riesige Bereitschaft" unter den Beamten, sich an dem Fall zu beteiligen, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (73, CDU) bei einer Sondersitzung des Innenausschusses. Der Anspruch sei: "Das Ding klären wir auf."

Im Tresorraum und dem danebenliegenden Archivraum hätten Schätzungen zufolge unter anderem 500.000 Gegenstände auf dem Boden gelegen. Diese müssten akribisch untersucht werden. "Auf jedem dieser Gegenstände könnten relevante Spuren sein", sagte Reul.

Die Ermittler seien außerdem dabei, 10.000 Stunden Videomaterial auszuwerten. Insgesamt gebe es derzeit acht Terabyte Daten. "Wie viel davon wirklich brauchbar ist, weiß man nicht", sagte der Minister.

Polizeimeldungen Flucht nach Klinikbesuch in Ravensburg: Häftling immer noch auf freiem Fuß

Ende Dezember hatten sich die bislang unbekannten Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen.

Anzeige
NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) ist überzeugt davon, die Einbrecher schnappen zu können.  © Henning Kaiser/dpa

Schaden im dreistelligen Millionenbereich

Fast alle 3250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen. Der genaue Wert der Beute wird weiter ermittelt. Eine erste Schätzung der Polizei ging von einem mittleren zweistelligen Millionenbereich aus.

Inzwischen halten Ermittler aber auch einen Schaden im dreistelligen Millionenbereich für realistisch.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: