Anzeichen für Brandbeschleuniger? Innenminister Dobrindt geht von Anschlag in Reutlingen aus
Von Stefan Heinemeyer
Reutlingen - Durch einen Brand in einem Umspannwerk in der Nacht zu Montag waren rund 30.000 Haushalte in Reutlingen zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Ursache ist nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums vermutlich ein Brandanschlag gewesen.
"Wir gehen davon aus, dass es sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Brandanschlag handelt", sagte Innenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) im ZDF.
Notwendige Spuren seien ermittelt worden. "Jetzt geht es darum, dass man in alle Richtungen weiter ermittelt, um die Grundlage dieses Brandanschlags und die Täter entsprechend auch zu ermitteln", betonte der CSU-Politiker.
Nach dem Brand in einem Umspannwerk war es in Reutlingen zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Betroffen waren Zehntausende Menschen, Supermärkte, Unternehmen und auch ein Klinikum.
"Es gibt Anzeichen, dass ein Brandbeschleuniger benutzt wurde", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Stuttgart.
Nach Auskunft von Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (38, CDU) haben Staatsschutz und Antiterrorzentrum beim Landeskriminalamt in Stuttgart die Ermittlungen übernommen. Hagel betonte aber auch, es werde "ergebnisoffen" ermittelt.
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