Aprilscherz geht deutlich zu weit: Ein Dutzend Streifenwagen rücken an Kino an

Marburg - Der 1. April ist bekanntermaßen ein Tag, an dem man sich gerne mal gegenseitig mit dem ein oder anderen Späßchen in die Irre führt. Ein Zeitgenosse aus Mittelhessen ist dabei aber wohl deutlich über das Ziel hinausgeschossen - und verursachte einen enormen Polizeieinsatz.

Das Cineplex-Kino in Marburg war Schauplatz des überaus fragwürdigen Aprilscherzes.
Das Cineplex-Kino in Marburg war Schauplatz des überaus fragwürdigen Aprilscherzes.  © Facebook/Cineplex Marburg

Wie ein Sprecher der Polizei am heutigen Dienstag berichtete, rückten die Ordnungshüter am Vortag in der Mittagszeit am Cineplex-Kino in der Biegenstraße in Marburg an.

Gegen 12.10 Uhr hatte ein anonymer Anrufer den Betreibern des Filmtheaters gegenüber eine zunächst äußerst ernstzunehmende Bombendrohung ausgesprochen, weshalb sich direkt zwölf Streifenwagen auf den Weg in Richtung des Lichtspielhauses machten.

Kurzerhand wurde der Bereich rund um die Biegenstraße weiträumig abgesperrt. Zudem wurden die im Gebäude befindlichen Personen schnellstmöglich evakuiert und die Zugänge zum Kino verbarrikadiert.

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Doch der groß angelegte Einsatz entpuppte sich schnell als unnötig, da weder bedrohliche Personen noch ein Sprengsatz im oder um das Kino herum ausfindig gemacht werden konnte. Daher konnte der Polizeieinsatz nach rund einer halben Stunde für beendet erklärt werden.

Doch für die Ermittler ist der mutmaßlich aus dem Ruder gelaufene Aprilscherz noch lange nicht ad acta gelegt. Denn im Nachgang könnte den Urheber oder die Urheberin der angeblichen Bombendrohung ein teures Nachspiel erwarten.

Polizeieinsatz nach vermeintlicher Bedrohungslage: Ermittler wollen Verursacher ausfindig machen

In solch einem Fall wie aus Marburg ist es durchaus nicht unüblich, dass der- oder diejenige, die mit ihren Aktionen für eine Belästigung der Öffentlichkeit oder Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung sorgen, zur Kasse gebeten werden können.

Daher wollen die Marburger Ermittler dem alles andere als lustigen Scherzbold auch schnellstmöglich auf die Schliche kommen. Die dann wohl fälligen Kosten für den Einsatz dürften sich im vierstelligen Bereich bewegen.

Titelfoto: Facebook/Cineplex Marburg

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