Tödlicher Kneipenstreit wird zum Polizei-Aufreger: Wurde dem Opfer (†41) ein Fuß abgetrennt?

Bad Kreuznach - Eine tödliche Auseinandersetzung in einer Bar im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach, die am Freitag das Leben eines 41 Jahre alten Mannes forderte, beschäftigt die Polizei mittlerweile auf gleich mehreren Ebenen. Ein Statement der Ermittler soll für Klarheit sorgen.

Bei der Auseinandersetzung in einer Bar in Bad Kreuznach kam ein 41-Jähriger ums Leben. (Symbolfoto)
Bei der Auseinandersetzung in einer Bar in Bad Kreuznach kam ein 41-Jähriger ums Leben. (Symbolfoto)  © 123RF/majestix77

Am späten Freitagabend hatte der Streit in der Kneipe in der Bad Kreuznacher Viktoriastraße ihren Lauf genommen. Mehrere Personen waren in das Handgemenge involviert gewesen, in dessen Verlauf es schließlich auch zum Einsatz von Hieb- und Stichwaffen wie Messern gekommen war.

Für den 41-Jährigen waren die Verletzungen durch die Messerstiche derart verheerend, dass er wenige Stunden später an den Folgen seines hohen Blutverlustes im Krankenhaus verstarb.

Doch im Nachgang des tragischen Zwischenfalles kam es laut Angaben der städtischen Polizeidirektion vermehrt zu stark überzogenen Falschmeldungen zum tatsächlichen Ablauf der Ereignisse.

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Besonders prekäres Beispiel: Neben einem Foto des Rettungseinsatzes, auf dem der Verstorbene recht eindeutig zu erkennen war, wurde die Behauptung aufgestellt, dass der mutmaßliche Täter seinem Opfer mindestens einen Fuß abgetrennt habe.

Zudem sei eine gefälschte Audiodatei in Umlauf gebracht worden, in der ein angeblicher Augenzeuge "unhaltbare Mutmaßungen" zum Tatgeschehen aufstellte, wie es im Polizei-Statement weiter hieß.

Zahlreiche Fake-Beiträge berichteten von Macheten-Mord samt abgetrennten Gliedmaßen

Polizei ermittelt gegen die Urheber der Fake News

Letztlich wurde seitens der Ordnungshüter ebenfalls verneint, dass es sich bei der Auseinandersetzung um einen Konflikt von Gruppierungen unterschiedlicher Nationalitäten gehandelt haben soll.

Aufgrund der Vehemenz der Fake News wurden seitens der Polizei erste Ermittlungen zu den Urhebern in die Wege geleitet.

Hinweise zum tatsächlichen Ablauf der Geschehnisse nimmt die Polizei in Bad Kreuznach weiterhin unter der Rufnummer 0671/88110 oder per E-Mail entgegen.

Titelfoto: 123RF/majestix77

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