Baum-Crash entwickelt sich zu tödlichem Kriminalfall

Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) - Ein Autounfall auf einer Landstraße in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei auf die Spur eines tödlichen Verbrechens geführt.

Kriminaltechniker haben in der Wohnung des 54-Jährigen Spuren gesichert. (Symbolfoto)
Kriminaltechniker haben in der Wohnung des 54-Jährigen Spuren gesichert. (Symbolfoto)  © Helmut Fricke/dpa

Alles begann am Freitagmorgen mit einem Crash auf der Landstraße 22 nahe Ribnitz-Damgarten, wie die Behörde am Samstag mitteilte.

Demnach kam hier ein 54-Jähriger gegen 7 Uhr mit seinem Wagen nach links von der Straße ab und krachte gegen einen Baum. Die Einsatzkräfte hegten den Verdacht, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben könnte.

Während seiner Befragung verhielt sich der Fahrer zunehmend auffällig, sodass die Beamten sich dazu entschieden, auch seine Wohnung nach möglichen Drogen zu durchsuchen.

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Vor Ort machten die Polizeikräfte dann eine grausige Entdeckung: Sie fanden einen leblosen 88 Jahre alten Familienangehörigen des Mannes. Die Verletzungen des Seniors ließen der Polizei zufolge auf eine Fremdeinwirkung schließen.

Verdacht auf Totschlag: 54-Jähriger in Untersuchungshaft

Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in der JVA Stralsund ein. (Archivfoto)
Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in der JVA Stralsund ein. (Archivfoto)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

So entwickelte sich der eigentlich glimpflich verlaufene Verkehrsunfall unerwartet zu einem echten Kriminalfall.

Techniker des Landeskriminalamts sicherten Spuren am vermeintlichen Tatort, der anschließend versiegelt wurde. Die Staatsanwaltschaft Stralsund zog die Rechtsmedizin hinzu und ordnete eine Obduktion des Leichnams an.

Der 54-Jährige wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Totschlag aufgenommen.

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Am Samstag wurde der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile sitzt der Tatverdächtige in der Justizvollzugsanstalt Stralsund in Untersuchungshaft.

Zu den Hintergründen der Tat war zunächst nichts bekannt. Aufgrund des laufenden Verfahrens könnten aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell keine weiteren Angaben gemacht werden, hieß es seitens der Behörde.

Titelfoto: Helmut Fricke/dpa

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