Beziehungsstreit eskaliert: Großer Polizei-Einsatz, eine Frau und ein Beamter verletzt

Kassel/Trendelburg - Eine junge Frau wurde geschlagen und getreten: Ein Beziehungsstreit im nordhessischen Trendelburg im Landkreis Kassel eskalierte am Dienstagabend, zahlreiche Streifenwagen rückten aus!

Eine junge Frau wurde krankenhausreif geprügelt: Der Rettungsdienst rückte am Dienstagabend zu einer Wohnung in Trendelburg aus. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Ein 29-Jähriger attackierte seine Partnerin gegen 18.15 Uhr in einer Wohnung. Nachbarn bekamen dies mit und alarmierten die Polizei. Ein Streifenwagen rückte umgehend aus, wie das Polizeipräsidium Nordhessen am Mittwoch mitteilte.

Vor Ort stießen die Beamten auf die Frau und riefen einen Rettungswagen herbei, mit dem die Verletzte in ein nahe liegendes Krankenhaus gebracht wurde.

Währenddessen wollten die Polizisten den 29-Jährigen festnehmen, doch dieser setzte sich gegen die Beamten zur Wehr. Unter anderem trat der Wüterich immer wieder gegen den vor dem Haus abgestellten Streifenwagen.

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"Währenddessen kamen Familienangehörige des Manns hinzu, die sich mit ihm solidarisierten und tumultartig eingriffen, um offensichtlich die Festnahme zu verhindern", ergänzte ein Sprecher.

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Polizist in Trendelburg mit Schuh attackiert und verletzt

Zahlreiche Streifenwagen rückten aus: Es gelang den Beamten, die brenzlige Situation in Trendelburg zu beruhigen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

Ein 55-jähriger Verwandter des Verdächtigen attackierte einen Polizisten und schlug mit einem Schuh nach dem Kopf des Ordnungshüters, der dadurch leicht verletzt wurde.

Angesichts der brenzligen Situation rief die Streifenwagen-Besatzung weitere Einsatzkräfte hinzu: Es kam zu einem größeren Polizei-Einsatz in Trendelburg.

Es gelang den Beamten, mit ihrer zahlenmäßigen Übermacht die Situation zu beruhigen und den 29-Jährigen festzunehmen. "Gegen ihn wird nun wegen der häuslichen Gewalt und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt", hieß es weiter.

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Gegen den 55-Jährigen sei wegen "tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte" ebenfalls ein Verfahren eröffnet worden. Dem Mann drohe deshalb eine Gefängnisstrafe "von drei Monaten bis zu fünf Jahren", betonte der Polizeisprecher zum Abschluss.

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