Blitzmarathon in Bayern: Polizei fasst mehr als 10.800 Raser in 24 Stunden

Von Marco Hadem

München - Bayerns Polizei hat beim Blitzmarathon weit mehr als 10.000 Temposünder erwischt. "Das sind erheblich mehr als beim Blitzmarathon 2025, als es mit 9832 rund 1000 Geschwindigkeitsverstöße weniger gab", sagte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (50, CSU) zur Bilanz der landesweiten 24-Stunden-Schwerpunktaktion vom 15. April bis zum 16. April. 

Beim 13. Blitzmarathon in Bayern hat die Polizei weit mehr als 10.000 Temposünder erwischt.  © Daniel Löb/dpa

Konkret registrierten die Polizei sowie die teilnehmenden Gemeinden und Zweckverbände den Angaben zufolge 10.840 Geschwindigkeitsverstöße.

Trauriger Spitzenreiter im "Raser-Ranking" war demnach ein Autofahrer auf der Autobahn A8 bei Valley im Landkreis Miesbach. Der Mann wurde mit Tempo 240 geblitzt - erlaubt waren aus Lärmschutzgründen aber nur 100 Kilometer pro Stunde.

Neben einem dreimonatigen Fahrverbot erwarten ihn auch ein saftiges Bußgeld sowie zwei Punkte in Flensburg. 

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"Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod. Raser wie dieser Pseudo-Rennfahrer auf der A8 werden für ihr unverantwortliches Handeln bestraft, weil sie eine Gefahr für den Straßenverkehr sind", betonte Kirchner.

Tatsächlich ist Rasen eine der Hauptunfallursachen in Bayern.

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Geschwindigkeitskontrollen gehen das ganze Jahr über weiter

Das Lasermessgerät zeigt es an: Die Geschwindigkeit des Autos beträgt 63 km/h und ist damit unterhalb der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h in diesem Bereich.  © Daniel Löb/dpa

Zu hohes und nicht angepasstes Tempo war laut Innenministerium 2025 für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich. Ganz nebenbei führt es auch zu unnötigem Spritverbrauch.

Obwohl der Blitzmarathon vorher öffentlich angekündigt wird, zeigen sich viele Fahrer unbeeindruckt und rasen weiter.

"Unsere Messungen bestärken uns darin, weiter durch konsequente Kontrollen auf eine Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen hinzuwirken", sagte Kirchner.

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Dies gelte auch ausdrücklich für die Zeit nach dem Blitzmarathon. Die Polizei werde diesem Jahr weiter intensiv mit hochmoderner Technik Geschwindigkeitssünder aus dem Verkehr ziehen.

Es war der 13. Blitzmarathon in Bayern. Mit den Aktionen sollen die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren hoher Geschwindigkeiten sensibilisiert und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit animiert werden. In ganz Bayern gab es rund 1570 Messstellen.

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