Wenden (Nordrhein-Westfalen) - Grausame Klarheit: Der bei einer Müllsammelaktion entdeckte menschliche Schädel in einem Waldgebiet bei Wenden stammt von der 32-jährigen Frau aus Bonn, die bereits seit Monaten tot ist.
Das bestätigte ein DNA-Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Bonn, wie die Polizei am Freitagmittag mitteilte.
Der Fund war bereits am 11. April in einem Waldgebiet bei Wenden (Kreis Olpe) unweit der A4 gemacht worden. Schon damals vermuteten die Ermittler einen Zusammenhang mit einem besonders brutalen Fall aus dem vergangenen Jahr.
Bereits im November 2025 waren auf der A45 bei Olpe-Süd und Freudenberg Körperteile der Frau entdeckt worden. Wenige Tage später wurde ihr Leichnam in einem Waldstück bei Monreal gefunden.
Jetzt steht fest: Der Schädel gehört ebenfalls zu der getöteten 32-jährigen Eritreerin. Sie lebte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn.
Ex-Partner unter dringendem Tatverdacht
Ein 41-jähriger Tatverdächtiger sitzt in dem Fall weiterhin in Untersuchungshaft. Der Mann war Anfang Februar aus Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert worden.
Bei ihm handelt es sich um den ehemaligen Lebensgefährten der getöteten Frau. Bislang soll er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert haben.
Die Ermittler erheben gegen ihn den dringenden Tatverdacht des Totschlags. Wo genau und zu welchem Zeitpunkt sie getötet wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.