Erpresser mischt Rattengift in Babynahrung: So erkennt man die tödlichen Hipp-Gläschen

Wien - Der Babynahrungshersteller Hipp wird erpresst. Einzelne Gläser der Gemüsegläschen "Karotte mit Kartoffel – 190 Gramm" könnten mit Rattengift versetzt sein. Betroffen seien wohl bislang Geschäfte in Österreich, der Slowakei und Tschechien. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Der Babynahrungshersteller Hipp wird erpresst und warnt vor dem Verzehr der eigenen Produkte – unter anderem in Österreich.  © Vifogra / Felix Kirberg

Die Erpresser hinterlassen laut bisherigen Informationen der Beamten auch einen Hinweis auf dem Glas.

Ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden verrät den lebensgefährlichen Inhalt der Babynahrung.

Ebenfalls können bereits geöffnete oder beschädigte Deckel sowie das fehlende "Knack-Geräusch" beim ersten Öffnen ein Hinweis sein.

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Das Landeskriminalamt Burgenland hat bereits eines dieser Gläser sichergestellt. Das Unternehmen selbst rief sämtliche Produkte am Samstag zurück.

"Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein", warnte das vor über 120 Jahren gegründete bayerische Familienunternehmen und spricht von einem "externen kriminellen Eingriff".

Die Eltern werden aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei.

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Symptome treten erst zwei bis fünf Tage nach dem Verzehr auf

Manipuliert wurden bislang die Gläschen "Karotte mit Kartoffel – 190 Gramm". Ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden deutet auf die Gefahr hin.  © Tobias Steinmaurer/APA/dpa

"Durch Mitwirkung des Bundeskriminalamtes wurde eine Probe des sichergestellten Produktes am Samstagnachmittag untersucht und positiv auf Rattengift getestet", teilte die Landespolizeidirektion Burgenland mit.

"In Tschechien und der Slowakei wurden ebenfalls markierte Gläser polizeilich sichergestellt. Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden."

Bislang sei noch keines der manipulierten Gläschen verzehrt worden. "Die Beschwerden treten verzögert auf, in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Aufnahme", warnt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) auf ihrer Homepage.

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Die möglichen Symptome reichen von Zahnfleisch- oder Nasenbluten über blaue Flecken und Blut im Stuhl bis hin zu ausgeprägter Schwäche oder auffälliger Blässe.

In so einem Fall muss man unverzüglich einen Arzt kontaktieren. Die Beamten ermitteln auf Hochtouren – auch international. Deutschland ist derzeit nicht von den Taten betroffen.

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