"Gigantisches Puzzle": Opfer des Sparkassen-Coups erhalten erste Gegenstände zurück
Von Marc Herwig
Gelsenkirchen - Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen könnten die Opfer bald einige Gegenstände aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen.
Es gehe etwa um Dokumente, aber auch um einige Wertgegenstände, die die Täter bei ihrem Coup in dem Tresorraum zurückgelassen haben, sagte eine Polizeisprecherin.
Die Staatsanwaltschaft Essen hatte zunächst alle rund 100.000 Gegenstände, die von den Tätern in dem völlig verwüsteten Tresorraum zurückgelassen wurden, als Beweismittel sichergestellt. Vieles davon war letztlich nur noch Müll.
Aber einige zehntausend Gegenstände seien nun freigegeben worden. "Diese Gegenstände können nun koordiniert an die Geschädigten herausgegeben werden."
Zuständig dafür ist nun die Sparkasse Gelsenkirchen, die nun vor einer komplizierten Aufgabe steht.
Denn herausgegeben werden könnten nur Gegenstände, bei denen klar ist, welchem Schließfach-Kunden sie gehören - etwa Urkunden oder Dokumente mit einem Namen darauf.
Sparkassenchef: "Sicherheit und Sorgfalt an erster Stelle"
"Als Sparkasse wissen wir nicht, was in den Fächern verwahrt wurde", sagte der Vorstandschef der Sparkasse Gelsenkirchen, Michael Klotz. Bei Wertgegenständen wie Uhren könnten auch Seriennummern helfen, die auf dem Gehäuse graviert sind, sagte die Polizeisprecherin.
Die Sparkasse betonte, sie sei beim Verteilen der Gegenstände darauf angewiesen, dass die Opfer des Einbruchs detaillierte Inventarlisten ihrer Schließfächer erstellen.
Dann könne es möglich sein, auch weitere Gegenstände zuzuordnen und zurückzugeben. "Das ist ein gigantisches Puzzle und braucht Zeit", sagte Sparkassenchef Klotz.
"Das Konzept dafür befindet sich in der Abstimmung. Dabei stehen Sorgfalt und Sicherheit an erster Stelle."
Titelfoto: Polizei Gelsenkirchen/dpa

