Goldspürhunde auf Schatzsuche: Ermittler setzen auf besonders feine Nase

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Von Frederick Mersi und Britta Schultejans

Plate/Manching - Nach dem spektakulären Gold-Diebstahl aus einem bayerischen Museum fehlte von einem Großteil der Beute jede Spur. Spezielle Spürhunde sollen den Ermittlern nun helfen.

Die Goldspürhunde des Ungarischen Nationalmuseums warten in Plate auf ihren Einsatz.
Die Goldspürhunde des Ungarischen Nationalmuseums warten in Plate auf ihren Einsatz.  © Bernd Wüstneck/dpa

Die Polizei hat nicht nur Bargeldspürhunde dabei, sondern auch Goldspürhunde aus dem Ungarischen Nationalmuseum. "Diese Hunde sind speziell auf Gold trainiert", sagt Fabian Puchelt vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA). "Und die brauchen wir natürlich auch hier." 

Auf dem Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Partnerin in Plate in Mecklenburg-Vorpommern suchen Ermittler mehr als drei Jahre nach dem Diebstahl eines Goldschatzes aus einem Museum im oberbayerischen Manching wieder nach dem verschwundenen Großteil der Beute. 

"Wir hatten umfangreiche Ermittlungen, auch nach den Verurteilungen der Haupttäter, und haben trotzdem festgestellt, dass das Gold in Summe nur hier versteckt sein kann", sagt Puchelt. Die Goldspürhunde sind gerade im Garten unterwegs, als er das sagt. Später sollen sie auch das Haus abschnüffeln. 

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Der Goldschatz war im November 2022 aus dem Kelten Römer Museum in Manching gestohlen worden. Vier Täter wurden festgenommen und im Juli 2025 am Landgericht Ingolstadt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Hunderte Goldmünzen könnten auf dem Grundstück in Plate versteckt sein

Verschiedene Experten nehmen das Grundstück und das Haus genau unter die Lupe: Wo ist das Gold?
Verschiedene Experten nehmen das Grundstück und das Haus genau unter die Lupe: Wo ist das Gold?  © Bernd Wüstneck/dpa

Bei der Suche am Montag sind nach Angaben Puchelts auch "Experten aus dem Bereich Forensik, aus dem Bereich von Zoll‑Experten bis hin zu Kolleginnen und Kollegen aus Kanada und Toronto Police [dabei], die sich damit beschäftigen, wie Sachen verbaut sind, wie Sachen vergraben sein können, wie Sachen eventuell in einem Gebäude auch eingemauert sein können".

Dabei komme auch Röntgen- und Radartechnik zum Einsatz. "Neue Erkenntnisse" ließen die Ermittler davon ausgehen, dass der Großteil der Beute dort professionell versteckt worden sei, um sie später zu verkaufen.

Es handle sich um 411 Goldmünzen und einen Goldgusskuchen, die bislang nicht gefunden worden seien – insgesamt gehe es um etwa drei Kilogramm Gold. Die Ermittler vermuten zudem, dass sie dort auch größere Mengen Bargeld aus anderen Einbrüchen der Gruppe finden könnten.

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Bis zum späten Vormittag hatten die Beamten laut einem Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts noch nichts gefunden. Die Suche sollte am Nachmittag aber weitergehen.

Gold-Suche in Plate: Ermittler wollen jedes Möbelstück und alle Wände prüfen

Roland Linck vom Bayerischen Amt für Bodendenkmalpflege bereitet einen Bodenradar für den Einsatz vor.
Roland Linck vom Bayerischen Amt für Bodendenkmalpflege bereitet einen Bodenradar für den Einsatz vor.  © Bernd Wüstneck/dpa

Die Beamten verdächtigen die Partnerin des Hauptverdächtigen, ihre Hilfe beim Verkauf des Goldes angeboten zu haben. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Ihr Partner sitzt laut Landeskriminalamt nach wie vor in München in Untersuchungshaft, das Urteil gegen ihn ist bisher nicht rechtskräftig.

Bei der Durchsuchung wollen die Ermittler "jedes einzelne Zimmer vermessen und mit den originalen Bauplänen" abgleichen, um gegebenenfalls "doppelte Wände oder bauliche Veränderungen" entdecken zu können. Jedes einzelne Möbelstück solle auf Verstecke geprüft werden. 

Puchelt vom LKA sagt: "Wir haben uns jetzt kein Zeitlimit gesetzt, sondern wir suchen wirklich so lange, bis wir etwas gefunden haben oder bis wir wirklich ausschließen können, dass es dann vielleicht doch nicht hier vor Ort war."

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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