Kupferdiebe in leerstehendem Gebäude auf frischer Tat ertappt
Glauchau - Dank eines aufmerksamen Zeugen konnte die Polizei am Sonntagmittag zwei Diebe, die es auf Kupferteile abgesehen hatten, in Glauchau (Landkreis Zwickau) schnappen.
In einem leerstehenden Gebäude in der Auestraße bemerkte der Zeuge gegen 13.15 Uhr eine Person und meldete dies der Polizei.
Kurze Zeit später entdeckten die eingesetzten Beamten vor Ort zunächst vor dem Gebäude mehrere zum Abtransport bereitgelegte Kupferteile. Bei der Durchsuchung des Objektes trafen sie dann auf zwei Männer.
Wie sich bei der Aufnahme der Personalien herausstellte, waren die beiden Deutschen (23 und 40) bereits polizeibekannt. Das Duo muss sich nun wegen Diebstahls im besonders schweren Fall verantworten.
Der Sachschaden, der durch die Demontage diverser Rohre und das Aufbrechen von Türen und Deckenelementen entstanden ist, beläuft sich Polizeiangaben zufolge auf rund 20.000 Euro.
Der Wert des sichergestellten Diebesguts war deutlich geringer und wurde auf etwa 1800 Euro geschätzt.
Bereits zweiter Einbruch in leerstehendes Gebäude: Stehen die Fälle im Zusammenhang?
Bereits Anfang Februar wurde in dasselbe Gebäude in der Auestraße eingebrochen. Auch in dem Fall wurden zahlreiche Kupferrohre demontiert.
Dabei kam es jedoch zu einem größeren Schaden: Nach der Entfernung der Rohre lief Wasser aus und verteilte sich im ganzen Gebäude.
Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 100.000 Euro.
Ob zwischen beiden Einbrüchen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch Teil der laufenden Ermittlungen.
Der Diebstahl von Buntmetall ist in Sachsen ein anhaltendes Problem. Die Langfinger haben es dabei häufig auf leicht zugängliche Kupferrohre, Kupferkabel oder -leitungen abgesehen.
Die Schäden gehen oft in die Tausende, da nicht nur das Material gestohlen wird, sondern auch an den betroffenen Gebäuden ein hoher Sachschaden verursacht wird.
Titelfoto: Bildmontage: 123rf/kadmy, Hendrik Schmidt/dpa

