Mann nach Polizeieinsatz mit Spezialkräften gestorben: Obduktion erklärt Schussverletzung

Kempten - Eine Wohnungsräumung in einer Kemptener Obdachlosenunterkunft führte am Montag mit einem Einsatz von Spezialkräften. Am Ende wurde ein Mann schwer verletzt und starb Stunden später. Nun gibt es neue Erkenntnisse zu der folgenschweren Schussverletzung.

Als die Einsatzkräfte von der Waffe erfuhren, wurden die Spezialkräfte alarmiert. (Symbolbild)  © 123rf/federicofoto

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West und die Staatsanwaltschaft Kempten mitteilten, hatte sich der 63-Jährige diese selbst zugeführt.

Das ergab die Obduktion am Dienstag. "Die illegal besessene Schusswaffe wurde sichergestellt. Die Kriminalpolizei führt unter anderem zur Herkunft der Waffe weitere Ermittlungen durch", heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung.

Ursprünglich sollte das Gebäude wegen eines Schädlingsbefalls geräumt werden.

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Entsprechend sollten die Bewohner durch das Ordnungsamt Kempten unter Anwesenheit von Polizeibeamten in andere Wohnungen untergebracht werden. Diese befanden sich in der gleichen Unterkunft.

"Die Räumung konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da sich der Betroffene in seiner Wohnung einschloss und verbarrikadierte." Als man den Mann aufforderte, unbewaffnet aus der Wohnung zu kommen, habe dieser wohl in Richtung Tür geschossen und die Waffe später gegen sich selbst gerichtet.

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Polizei-Einsatz wirkt sich auf Bundesstraße aus

Die Polizei drang nach dem zweiten Schuss in die Wohnung vor und entdeckte den Schwerverletzten. Der Einsatz sorgte auch für Aufsehen, weil unter anderem auch eine nahegelegene Bundesstraße zeitweise gesperrt werden musste.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide oder Selbstverletzungen. Da sich der Vorfall jedoch auch auf den öffentlichen Raum ausgewirkt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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