Jülich - In der Nacht zu Dienstag ist es in Jülich zu einem schweren Raub gekommen. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Gegen 23.50 Uhr hielt sich ein 46-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen mit seinem Sattelzug am Lahnweg auf, als plötzlich mehrere dunkel gekleidete und maskierte Personen auftauchten. Einer der Täter soll den Mann mit einer Schusswaffe bedroht haben.
Wie die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss unter Verweis auf die Polizei Düren mitteilt, hatten es mehrere Täter offenbar ganz gezielt auf wertvolles Buntmetall abgesehen.
Kurz darauf machten sich die Räuber mit dem voll beladenen Lkw aus dem Staub.
Der geschockte Fahrer rannte zu einem nahegelegenen Wohnhaus, von wo aus die Polizei alarmiert wurde.
Sofort startete eine groß angelegte Fahndung samt Polizeihubschrauber.
Großeinsatz mit Folgen: Räuber durch Schüsse verletzt
Schon wenig später entdeckten die Beamten den gestohlenen Lkw bei Krefeld. Im weiteren Verlauf klickten in Meerbusch die Handschellen. Zwei Tatverdächtige im Alter von 32 und 29 Jahren wurden vorläufig festgenommen.
Bei dem Einsatz kam es jedoch zu einem dramatischen Zwischenfall: Ein Tatverdächtiger wurde durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizeibeamten sowie durch einen Polizeihund verletzt. Lebensgefahr besteht nicht.
Aus Neutralitätsgründen hat nun die Polizei Duisburg die Ermittlungen zur Schussabgabe übernommen. Ob noch weitere Personen an dem Raub beteiligt waren, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Auch die genauen Hintergründe der Tat werden noch geprüft. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.