Maskierte Schläger stürmen Jugendzentrum: Israel-Palästina-Streit eskaliert in Berlin

Berlin - Ein heftiger Streit zwischen mutmaßlich pro-israelischen und pro-palästinensischen Gruppen ist am Samstagnachmittag in Berlin-Hellersdorf völlig aus dem Ruder gelaufen.

Auch am Sonntag standen laut rbb mehrere Streifenwagen vor der Jugendeinrichtung. (Symbolfoto)  © Jens Kalaene/dpa

Laut Polizeibericht rückte gegen 14 Uhr eine rund 20-köpfige, mutmaßlich pro-palästinensische Gruppe in der Wurzener Straße an. Alle waren schwarz gekleidet und vermummt. Vor dem Gebäude trafen sie auf eine ebenfalls vermummte mutmaßlich pro-israelische Gruppe.

Erst flogen gegenseitig Beleidigungen, dann eskalierte die Situation. Gegenstände wurden auf das Gelände geworfen, außerdem versprühten die Angreifer den Inhalt mehrerer Feuerlöscher.

Als die ersten Polizeiwagen eintrafen, machten sich die Angreifer vor dem Gebäude aus dem Staub. Doch drinnen ging der Zoff weiter: Eine der Gruppen verschanzte sich hinter verbarrikadierten Türen und versuchte, die andere draußen zu halten.

Polizeimeldungen Mann zu Boden geschlagen und getreten: Teenager flüchten mit E-Scootern

Der nächste Höhepunkt folgte am frühen Abend: Gegen 18.30 Uhr entdeckten Polizisten mehrere Vermummte auf dem Dach des Gebäudes.

Dort gingen sie laut Polizei unter anderem mit Baseballschlägern aufeinander los. Bevor die Beamten eingreifen konnten, verschwanden die Beteiligten wieder.

Anzeige

Die Polizei stoppte und kontrollierte schließlich 29 Personen. Gegen sie wird jetzt wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Überraschend: Trotz der heftigen Szenen wurde nach bisherigem Stand niemand verletzt. Die Ermittlungen laufen.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: