Gunzesried - Bei einem Feuer im schwäbischen Landkreis Oberallgäu am Donnerstagmorgen gegen 3 Uhr sind in der Gemeinde Blaichach sieben Personen verletzt worden. Hündin Pauli galt seit dem Inferno als vermisst – und wurde nun lebend geborgen.
Nach etwa 32 Stunden zwischen Hoffen und Bangen der Besitzer konnte die Schäferhündin aus dem einsturzgefährdeten Haus gerettet werden.
Bei einem früheren Rettungsversuch hatte sich ein Feuerwehrmann verletzt, wie der Pressedienst "EinsatzReport24" bekannt gab.
Am Freitagvormittag wurde mit einer Drehleiter ein erneuter Versuch gestartet.
Die ehrenamtlichen Helfer schafften es, das Tier aus der Brandruine zu locken und in einen Rettungskorb zu bringen. Kurz darauf konnte Pauli ihrem Besitzer in die Arme gelegt werden. Dieser fuhr mit dem geschwächten Hund direkt in eine Tierklinik.
Dass man überhaupt noch Hoffnung auf die Rettung des Vierbeiners hatte, ist Augenzeugen zu verdanken. Diese entdeckten am Donnerstagabend am Brandobjekt den Hund in der Ruine.
Feuerwerkskörper als Brandursache nicht ausgeschlossen
Es gilt als fraglich, ob der Schäferhund eine weitere Nacht bei Minusgraden und ohne Verpflegung hätte überleben können.
Bei dem Feuer in der Nacht auf Neujahr wurden zwei Wohngebäude massiv beschädigt. Die Schadenshöhe wird von der Polizei auf etwa eine Million Euro geschätzt.
"Nach aktuellem Ermittlungsstand brach das Feuer im Bereich unter einer Eingangsüberdachung des ersten Gebäudes aus und griff von dort auf das unmittelbar danebenstehende Gebäude über", heißt es in einer Mitteilung der Polizeiinspektion Immenstadt.
"Die Bewohner konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, wobei sieben Personen leichte Verletzungen erlitten." Es sei bislang noch nicht ausgeschlossen, dass ein Feuerwerkskörper für das Feuer verantwortlich war.
Während der stundenlangen Löscharbeiten musste in dem Bereich auch der Verkehr umgeleitet werden. Die Ermittlungen dauern an.