Nach tödlichem Fluss-Unglück von Kita-Kind (†3): Ermittlungen gegen Aufsichtspersonen eingeleitet
Siegen - Nach dem tödlichen Unglück in Siegen, bei dem ein Dreijähriger während eines Kindergarten-Ausflugs in die Sieg gestürzt war, suchen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft weiterhin nach Zeugen. Dabei ermittelt die Polizei auch wegen möglicher Aufsichtspflichtverletzungen des Personals.
Nach Angaben der Ermittler geht es darum, das Geschehen und die Abläufe am Unglückstag genau rekonstruieren zu können. Nach dem Unglücksfall läuft nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen.
Es wird gegenwärtig geprüft, ob das an dem Ausflug beteiligte Personal möglicherweise seine Aufsichtspflicht verletzt habe.
Das Kind war am 17. März gemeinsam mit seiner Kindergartengruppe in den Siegauen unterwegs gewesen, wo es im Bereich des Adolf-Kunze-Turms spielte.
Der Junge hatte sich dabei von der Gruppe entfernt und war in die Sieg gestürzt, ehe man ihn auf dem Wasser treibend fand.
Rettungskräfte hatten ihn noch vor Ort reanimiert und anschließend in eine Klinik gebracht, wo er jedoch einige Tage später an den Folgen des tragischen Unglücks verstarb.
Ermittler bitten um Hinweise durch Zeugen
Die Staatsanwaltschaft Siegen und die Kriminalpolizei bitten zur Aufklärung des Unfalls dringend um Hinweise.
Alle Zeugen, die sich am 17. März zwischen 10.30 Uhr und 11.35 Uhr in den Siegauen und rund um den Adolf-Kunze-Turm aufgehalten und die Kindergartengruppe dort gesehen haben, sollen sich unter der Rufnummer 0271/70990 bei den Ermittlern melden.
Erstmeldung vom 31. März, 13.58 Uhr; aktualisiert um 15.27 Uhr.
Titelfoto: Berthold Stamm/dpa
