Halle (Saale) - Dieser Hilferuf ging mächtig nach hinten los: Nachdem er sein Handy im Zug auf dem Weg nach Halle vergessen hatte, wandte sich ein 52-Jähriger an die Bundespolizei der Saalestadt - und saß kurz darauf hinter Gittern!
Grund für die dramatische Wendung: Der Abgleich seiner Personaldaten mit dem Fahndungsbestand der Polizei habe gleich zwei Vollstreckungshaftbefehle gegen den Mann zum Vorschein gebracht.
Der erste Haftbefehl ging demnach auf ein Gerichtsverfahren aus dem Jahr 2021 zurück. Das Amtsgericht Bayreuth hatte den Deutschen damals wegen Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Statt diese anzutreten, verschwand der Mann jedoch, woraufhin die Bayreuther Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ.
Der zweite Haftbefehl habe nicht lange auf sich warten lassen. Diesmal verurteilte das Landgericht Berlin den 52-Jährigen wegen Betrugs in besonders schwerem Fall in Tateinheit mit Urkundenfälschung.
Strafmaß: 14 Monate, abzüglich der 41 Tage, die er bereits in Untersuchungshaft verbracht hatte.
Nach Abschluss der notwendigen Maßnahmen brachte die Polizei den Mann in eine Justizvollzugsanstalt, in der er nun seine insgesamt 19 Monate Haft absitzt.
Wie die Polizei mitteilte, gehört ein Abgleich der Personaldaten mit dem Fahndungsbestand zum Standardvorgehen der Behörde.